Alle Artikel in: Meine Still-Erfahrungen (Zwillinge, Frühgeburt)

Zwillinge Stillen Erfahrungsbericht

Zwillinge Stillen – Frühchen Stillen. Ein Resümee.

Über ein Jahr lang habe ich gestillt. Es war total normal. Tags und nachts. Daheim und unterwegs. Einzeln und Tandem. Vor allem allein, aber auch mit Unterstützung. Irgendwann war die Beikost tagsüber gefragter als die Milch. Zuletzt war es nachts egal, ob gestillt oder Wasser getrunken und gekuschelt wurde. Somit haben wir tatsächlich harmonisch abgestillt. Diese vier Zeilen klingen so, als ob sie eigentlich nie einen Post wert gewesen wären. Sie klingen nach einer absolut normalen, natürlichen, unkomplizierten Stillbeziehung zu dritt. Rückblickend war sie das auch wirklich.

Stillen: Zwillinge/ Mehrlinge abstillen

Alle reden über das Stillen. In der Schwangerschaft wird man zu Vorträgen eingeladen. Den Milcheinschuss begleiten Stillberaterinnen und Hebamme. Das Abstillen passiert bei den meisten viel später „einsam“. Also ohne Unterstützung. Ohne dass man darüber groß etwas gelernt hätte. Ich gehe davon aus, dass es bei den meisten Frauen und Babys deshalb ohne Probleme funktioniert und nebensächlich, weil natürlich, ist. Das habe ich nämlich auch bei uns so erwartet. Schließlich ist man ja mit der Zeit Stillprofi geworden.

Rezept Stillkekse Milchbildung

Rezept: Stillkekse zur Milchbildung im Wochenbett

Passend zum Beginn der Fastenzeit habe ich ein Keks-Rezept für euch mitgebracht. Es ist aber nicht irgendein Keks-Rezept, sondern eines, das ich demnächst für alle Freundinnen auspacken werde, die sich im Wochenbett befinden. Die Cookies sind nämlich nicht nur ziemlich lecker und sättigend, sondern sie sollen auch die Milchproduktion in Gang bringen bzw. steigern.

Ein Stilldrama: Epilog – vorläufiges Fazit.

Ein Prolog und fünf lange Akte hat es gebraucht. Ich hätte eigentlich ein ganzes Buch mit Gedanken und Anregungen füllen können. Gratulation, wenn jemand es bis hierhin durchgehalten hat ;-). Das ist ein triftiger guter Grund, an der Verlosung teilzunehmen! Ich schrieb ja schon ganz am Anfang, dass das Stillen für mich teilweise zu einer Art Grenzerfahrung geworden ist. Das Stillen, was für tausende von Frauen etwas ganz Nebensächliches und Natürliches ist. Ich bin wirklich stolz, nicht aufgegeben zu haben. Ich kann aber nur immer wieder betonen, dass ich mit diesem Drama nicht bezwecken wollte, dass sich jemand schlecht fühlt, weil er an irgendeinem früheren Punkt nicht mehr weitermachen wollte oder konnte. Ich werde auch nicht das Gefühl los, dass die Konstellation Frühchen-Zwillinge-Stillen neben Geduld und starken Nerven ein bisschen Glück benötigt. Dennoch glaube ich mittlerweile an den umstrittenen Satz „jede Frau, die entbunden hat, kann stillen“. Ja – das kann sie evolutionstechnisch. Aber der Preis, den sie und die ganze Familie dafür zu zahlen hat, der ist stark variabel. Deshalb sollte man immer überlegen, wie …

Ein Stilldrama: Akt 5 Equipment. (Mit Verlosung!)

Kommen wir zum letzten Akt. Was benötigt man meiner Meinung nach an Equipment zum (Zwillings-)Stillen? Mit der folgenden Produktauflistung will ich keine (Schleich-)Werbung machen. Jede Stillgeschichte ist anderes, jede Frau ist anders. Jeder wird – wie auch bei der Babyausstattung – seine Vorlieben haben. Allerdings kam bei mir schon in der Schwangerschaft das erste Mal die Frage auf, was ich auf die unendlich lange Konsumliste setzen muss und ich war dankbar über Erfahrungen anderer Mütter. Also liste ich zu guter Letzt einfach mal auf, was mir geholfen hat, was eher nicht und was ich gerne gehabt hätte. Vieles davon habe ich auch schon in den anderen Posts beiläufig erwähnt. Hier gibt es noch einmal den vollständigen Überblick. Außerdem hat Medela mir netterweise zwei Starter-Sets, in denen sogar einige der Dinge direkt enthalten sind, zu Verfügung gestellt. Ich möchte sie natürlich an zwei von euch verschenken!  Die Pakete sind voller Helferchen, die einem im Verlauf der Stillzeit wirklich nützlich sein können – und zum Teil von mir für sehr praktisch befunden wurden. Vor allem der Calma-Sauger …

Ein Stilldrama: Akt 4 Komplikationen.

Wunden, Risse & Löcher Stillen ist das natürlichste der Welt – wenn sich Mutter und Kind aneinander gewöhnt haben. Vorher tut es weh! Irgendwie ist diese Information an mir vorbeigegangen. Auf gezieltes Nachfragen geben allerdings einige Frauen in meinem Bekanntenkreis zu, dass es auch ihnen einige Wochen Schmerzen bereitet hat. Mehrere Hebammen haben mir mittlerweile erzählt, dass gerade Frauen mit hellem Hauttyp und rötlichen Haaren sehr empfindlich reagieren. Gerade kleine, Flaschen-trainierte/ saugverwirrte Frühchenmünder machen die Sache natürlich nicht viel angenehmer. Ich würde sagen, ich hatte fast drei Monate mit wunden Stellen zu kämpfen. Mir wurde von einer Stillberaterin zur Linderung die PureLan-Salbe von Medela empfohlen, sie enthält Lanolin, ein natürliches Wollfett, was unbedenklich für den Babymund ist. Es gibt diverse ähnliche Salben von anderen Herstellern. Man braucht wirklich nur einen total dünnen Film auftragen. Ich bin damit sehr gut zurechtgekommen. Eine kleine Tube hält ewig. Meine Hebamme hat mir außerdem noch die Beinwell-Salbe der Bahnhofsapotheke ausgeliehen. Darauf schwören auch sehr viele Frauen. Dort sind neben dem Lanolin noch diverse pflanzliche Stoffe enthalten. Ich persönlich habe keinen …

Ein Stilldrama: Akt 3 Frühchen stillen. Zwillinge stillen.

Knapp einen Monat vor dem errechneten Geburtstermin durften die Früchtchen nach Hause. Als Vier-Stunden-Flaschenkinder mit abgepumpter Muttermilch.  Erst ließen wir sie natürlich in Ruhe ankommen. Dann wurde der Ring für den Stillkampf eröffnet.Ein erstes Anlegen erfolgte mit der Hebamme. Beide Früchtchen zeigten sich komplett desinteressiert. Die Münder waren zu klein, um genügend Gewebe zu fassen. Somit probierten wir ein in abgepumpte Milch getränktes Stillhütchen aus. ACHTUNG: hier empfehle ich, sich die korrekte Platzierung ein paar Mal zeigen zu lassen. Ich habe es einige Zeit ungünstig aufgesetzt. Außerdem spielt die passende Größe eine wichtige Rolle. Das klappte schon besser. Es tat allerdings so weh! Stillen tut in den ersten Wochen immer richtig weh. Angeblich sind Frauen mit heller Haut und rötlichen Haaren besonders empfindlich. Nach einiger Zeit gewöhnen sich die empfindlichen Körperteile an die neue Belastung. Bis dahin (bei mir mindestens zwei Monate) musste ich jedes Mal am Anfang meine Zehen komisch verrenken, um so den Schmerz auszuleiten. Ich hatte Bedenken, den kleinen Köpfen in meinen Händen weh zu tun, war aber immer erstaunlich beherrscht. So stillten …

Ein Stilldrama: Akt 2 die Milchpumpe und ich.

Der Geburtstag meiner Kinder war gleichzeitig der Beginn einer neuen, vorübergehenden Freundschaft. Einer Hassfreundschaft, die ganze 100 Tage anhielt. Wir lernten uns kennen, da lag ich bewegungseingeschränkt mit Nachwehen im Krankenhausbett. Die Schwester der Wöchnerinnen-Station machte uns bekannt. Ich hatte mehrfach darum gebeten, fast schon gequengelt. Laut meiner Recherche sollte man so früh wie möglich mit dem Pumpen beginnen (2-6 Stunden nach der Geburt). Bei Zwillingen doppelseitig und häufiger, damit direkt von Anfang an klar ist, dass der Bedarf sehr hoch ist. Später – als es schon zu spät war – las ich auch von der Theorie, dass es nur in dieser Phase der Milchbildung möglich sei, noch zusätzliches Brustdrüsengewebe zu bilden. Zu gegebenem Zeitpunkt vertröstete die Schwester mich allerdings zum doppelseitigen Pumpen auf den Folgetag. Ich wäre schon stark genug, wenn ich es frisch operiert einseitig schaffen würde. Schaffen wäre nun in diesem Zusammenhang etwas übertrieben. Ich konnte mich nicht wirklich hinsetzen. Also brauchte ich Hilfe. Ich ließ mich quasi alle drei Stunden von meinem Mann wie eine Kuh melken. Ein Hoch auf das …

Ein Stilldrama: Akt 1 – Der Start auf der Neonatologie.

Meine Stillgeschichte begann mit einer mehr als bescheidenen Ausgangslage: Frühgeburt. Kaiserschnitt. Zwillinge. Kinder im Inkubator. Eigentlich ging sie jedoch schon in der Schwangerschaft los: „Und, wirst du stillen?“, wurde ich sehr häufig gefragt. Oft sogar von Menschen, bei denen ich diese Frage auf Grund unseres nicht sehr engen Verhältnisses als Indiskretion empfand. Meine Antwort war immer oberflächlich: „Ich werde es versuchen, aber darauf versteifen sollte ich mich bei Zwillingen wohl besser nicht“. Hinter dieser Aussage stand ich auch. Stehe ich noch immer. Eigentlich bin ich ein ziemlicher Kopfmensch, der gerne Ratgeber und Studien wälzt. Bei dem Thema Stillen war ich erstaunlicherweise eher locker. Vor allem eben fürs Stillen hatte ich mir doch eine Nachsorgehebamme gesucht. Und eine sehr stillfreundliche Entbindungsklinik gewählt. Da sollte ich schon Unterstützung bekommen. Einzig über diesen Artikel bin ich gestolpert und fand ihn so eindrucksvoll, dass sogar mein Mann ihn lesen musste. Und ich war bei einem Vortrag, bei dem die nette, höchst kompetente Stillberaterin auch auf Zwillings-Besonderheiten einging. Im Nachhinein hätte ich ein paar Hintergründe und Theorien lieber schon vor der …

Ein Stilldrama: Prolog.

Wie ich schon häufig angedeutet habe, ist unsere Stillgeschichte weder leicht noch kurz. Vielleicht habe ich es mit dem Blognamen provoziert?! Nun kann ich tatsächlich Romane füllen. Quasi ein ganzes Drama kann ich schreiben. Ich hoffe, dass ich mit dieser Blog-Serie viele werdende Mamas erreiche, die motiviert sind unter erschwerten Startbedingungen zu stillen und von meinen Erfahrungen profitieren können. Und die Mamas, die unter allem gelitten haben und merken, dass sie nicht alleine sind. Und die Mamas, bei denen es einfach grandios funktioniert hat und die sich jetzt bitte vor Augen führen, welch Glück sie hatten. Und die Papas sowieso. Für manche ist Stillen vielleicht total einfach, natürlich und nebensächlich. Für mich war/ist es eher eine Art Extremerfahrung. Ich habe eine bunte Palette an Hürden nehmen müssen. Oft war ich eine Nanosekunde vom Aufgeben entfernt. Aktuell, die Früchtchen sind vier Monate alt, ist die Geschichte tatsächlich auch noch nicht zu Ende. Denn irgendwie habe ich immer weitergekämpft. Meine Intention der Veröffentlichung dieses Dramas ist es nicht, mich selbst zu loben oder gelobt zu werden. Und ich …