Gesundheit, Kinderwunsch
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Metformin bei PCOS – ein Erfahrungsbericht

Als ich damals in diesem verhassten Stuhl saß und das Elend auf den Ultraschall-Monitor des Gynäkologen sah, erinnerte ich mich sofort an eine Situation aus meiner Studienzeit, die nun schon ein paar Jahre her ist. Im Rahmen einer Studie wurden Patientinnen mit Polyzystischem Ovarialsyndrom mit Metformin behandelt. Ich war mehrfach bei Nachsorgegesprächen dabei und es war immer das Gleiche. Die Frauen sind der Ärztin um den Hals gefallen. So viele missglückte Versuche, nun einfach ein paar Pillen und dann schwanger. Einige Frauen hatten sogar die lebenden Beweise direkt mitgebracht. Sollte das also alles ganz einfach werden? Relativ zügig kamen mir aber erste Zweifel.
Eigentlich ist Metformin ein Medikament, was bei Alters-Diabetes gerne eingesetzt wird. Wie es genau wirkt, ist nicht so richtig geklärt. Am ehesten hemmt der Wirkstoff die Zucker-Neubildung in der Leber. Es wird aber auch vermutet, dass die Zucker-Aufnahme aus dem Darm verringert wird und die Zucker-Aufnahme in den Muskel gesteigert wird. Somit senkt die Tablette den Blutzucker. Außerdem stellt sie den Darm auf den Kopf und führt deshalb zur Gewichtsreduktion.
Gynäkologen verschreiben Metformin „off lable“ Frauen, die bei PCOS übergewichtig sind bzw. eine Glucose-Stoffwechselstörung haben.
Kommt eine Therapie also überhaupt für schlanke Menschen ohne pathologische Zuckerwerte in Frage?
Ich habe weder Übergewicht noch wurde bei mir je ein Zuckerbelastungstest durchgeführt. Ich nehme trotzdem seit über einem halben Jahr Metformin ein. Wieso, weshalb, warum und was es noch besonderes zu beachten gibt, habe ich mal versucht an Hand ein paar „Facts“ zusammen zu stellen. 

Ps.: Viele Infos und detaillierte Antworten auf viele meiner Fragen habe ich übrigens hier gefunden!

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