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PCOS ohne Übergewicht: Skinny Cysters

PCOS ohne Übergewicht gibt es leider wirklich. Gar nicht selten sind schlanke, körperlich fitte Frauen von der Krankheit betroffen. Hat dich die Diagnose auch aus den Latschen kippen lassen? Dann helfen dir meine persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen während der Kinderwunschzeit sicher weiter.

PCOS ohne Übergewicht

Im Lehrbuch klingt alles immer so klar und offensichtlich: Die typische Kinderwunsch-Patientin ist übergewichtig, hat Akne und einen unschönen Damenbart. Im Zucker-Belastungstest fällt sie durch. Sie reduziert ihr Gewicht, nimmt das Diabetes-Medikament Metformin ein und hat plötzlich wunderbare Zyklen und Eisprünge. Eine künstliche Befruchtung ist nicht nötig. Die richtige Diagnose und Behandlung hat im wahrsten Sinne des Wortes gefruchtet.

PCOS schlank Kinderwunsch

Das wahre Leben und das Lehrbuch haben manchmal aber rein gar nichts miteinander zu tun.
Heute möchte ich erzählen, wie ich vor einiger Zeit aus allen Wolken fiel, was es mit den „Skinny Cysters“ und PCOS ohne Übergewicht auf sich hat.

unerfüllter Kinderwunsch bei PCOS

Schon lange vor dem eigentlichen Projekt Kinderwunsch wusste ich, dass es auf Grund einer chronischen Vorerkrankung (Endometriose) bei mir Schwierigkeiten geben könnte. Deshalb bin ich natürlich von vorne herein etwas weniger entspannt an das Thema Mutterschaft herangegangen, nämlich mit großer Planung. Meine Erwartungen waren nicht hoch, die Komplikationen blieben stets im Hinterkopf. Es musste recht schnell klappen. Ansonsten war Plan B, die Kinderwunschbehandlung, eine vernünftige Option.

Dann kommt es aber plötzlich ganz anders, als ich mir je ausgemalt habe. Ich kämpfte mit Monsterzyklen.  50 Tage, 60 Tage, 90 Tage. Irgendwann blutet es gar nicht mehr. Die Basaltemperatur, die ich ab einem gewissen Zeitraum jeden Morgen feinsäuberlich aufgezeichnete, zeigte ein munteres, zusammenhangloses Auf und Ab. Von einem Eisprung weit und breit keine Spur.
Die Haut sah schlimmer aus als in der Pubertät. Die Haare fielen aus, in Büscheln. Die, die noch auf dem Kopf blieben, waren sofort nach dem Waschen wieder fettig. Im Bauch zwickte und zwackte es beinahe täglich.
Irgendwann landete ich ratlos und geknickt auf dem gynäkologischen Stuhl. Der Ultraschall brachte dann die Gewissheit: Es zeigten sich dicke, runde Löcher. Mein Eierstock sah aus wie ein Schweizer Käse.

Aber ich bin doch schlank & gesund?!

Bei dem Anblick fiel es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen: die Hautprobleme und die fehlenden Zyklen passen zu den polyzystischen Ovarien. Ich leide leide unter PCOS, dem polyzystischen Ovarialsyndrom!
Wie bitte? Ausgerechnet ich? Die andere chronische Erkrankung, Endometriose, hatte ich doch auch schon in meiner Krankenakte! Läuse und Flöhe? Das durfte doch nicht wahr sein.
Ich bin schlank, mein Blutzucker nach dem Verzehr eines Käsebrots liegt bei 60 mg/dl. Mein Body-Maß-Index ist im unteren Normalbereich. Haare im Gesicht an unpassenden Stellen habe ich auch nicht.
Damit hätte ich absolut nicht gerechnet. Mit allem, aber damit nicht.
Den Schock habe ich natürlich mit Recherche kompensiert. Und dabei bin ich auf die ein oder andere interessante Tatsache gestoßen.

Informationen, Studien und Erfahrungsberichte in großem Umfang gibt es vor allem aus den USA. Dort sollen ca. 4 % der weiblichen Bevölkerung an PCOS leiden, was gar nicht ganz so viel ist. In Australien gibt es nämlich Studien, wo das Vorkommen mit 11% angegeben wird.

Die Diagnose wird nach den „Rotterdam-Kriterien“ gestellt:

1.         laborchemische oder klinische Zeichen des Testosteronüberschusses (Haut/Haare)
2.         zu seltene/ gar keine Blutungen bzw. Eisprünge ODER typische Zysten im Ultraschall

Übergewicht und Insulinresistenz kommen also in den Definitionen schon mal gar nicht vor.

Behandlung von PCOS ohne Übergewicht

Leider habe ich keine genauen Zahlen gefunden, allerdings scheint es einen gar nicht so kleinen Anteil an Betroffenen mit PCOS ohne Übergewicht zu geben, die in den USA als „Skinny Cysters“ bezeichnet werden. Die Frauen leiden mit normalem oder sogar zu niedrigem BMI (Untergewicht) an Polyzystischen Ovarien und den Folgen.

An einigen Stellen habe ich gelesen, dass eine Therapie bei Skinny Cysters schwieriger sein soll. Die offensichtlichste Therapieoption, nämlich Gewichtsreduktion als Problemlösung, fällt weg. Metformin ist nur mit Vorsicht zu genießen. Oft sollen die Nebenwirkungen die Wirkung übertreffen.

PCOS ohne Uebergewicht Skinny Cysters

Die weiteren Therapiekonzepte sind aber ähnlich: Patientinnen erhielten Clomifen oder Letrozol zur Unterstützung der Eireifung. In einer Studie wird behauptet, dass Letrozol in diesem Fall sogar etwas erfolgsversprechender sei. In Deutschland kommt es aber wohl seltener zum Einsatz.
Letztendlich landen viele an PCOS ohne Übergewicht Erkrankte in der Kinderwunsch-Praxis.

Die gute Nachricht ist, dass IVF/ICSI bei Normalgewichtigen scheinbar weniger Komplikationen und eine höhere Baby-Take-Home-Rate haben.
Sehr, sehr spannend finde ich die zahlreichen Erfahrungsberichte und der rege Austausch zwischen Betroffenen, z.B. auf Seiten wie www.soulcysters.net. In diesem Forum gibt es auch eine Sammlung mit Links zu Studien/ Forschungsprojekten.

PCOS geheilt nach Schwangerschaft

Letztendlich sind wir in den Mühlen der Kinderwunschklinik gelandet und waren mit Unterstützung ziemlich schnell erfolgreich (ICSI). Nach Schwangerschaft und Stillzeit bin ich erneut auf natürlichem Weg schwanger geworden. Drei Jahre später hatte ich regelmäßige Zyklen (25-35 Tage) und der Ultraschall sieht langweilig aus. Von der Endometriose habe ich auch nichts mehr mitbekommen (toitoitoi…).

Es gibt die Theorie, dass die Hormonumstellung durch die Schwangerschaft einen Art „Reset“ in meinem Körper ausgelöst hat.
Allerdings ernähre ich mich nun deutlich gesünder (zuckerarm), bewege mich mehr als damals und nehme keine Medikamente mehr ein.

Die Frage, ob ich auch durch viel Geduld & Selbstdisziplin auf natürlichem Weg das PCOS ohne Übergewicht in den Griff bekommen hätte, bleibt für immer ungeklärt.
Ohne vordergründigen Kinderwunsch wäre ich allerdings wahrscheinlich wieder der Pille verfallen, weil der Leidensdruck durch Haarausfall, unreine Haut und Schmierblutungen nicht zu verachten ist.

Auch die Frage, wie und warum ich es mir „eingefangen“ habe, kann ich nicht beantworten. Ist die Langzeit-Kontrazeption, die auf Grund der Endometriose indiziert war, schuld?
Habe ich das PCOS schon seit der Pubertät mit mir herumgeschleppt und die Pillen-Einnahme hat die Symptome verdeckt?
Ich kann nur noch mutmaßen. Es ist aber auch nicht mehr wichtig. Ich bin gesund und habe drei gesunde Kinder.

Also schaffst du das auch! Nur nicht den Mut verlieren.

Falls du hier einen Erfahrungsbericht teilen magst oder auch konkretere Fragen zum Thema hast, freue ich mich über Kommentare oder Nachrichten!

Hier habe ich noch ein paar weitere Erfahrungen festgehalten, die interessant für dich sein könnten:

Hautpflege bei PCOS
Metformin bei PCOS
How To Surive…a Monsterzyklus

Ps. zum Merken & Weitersagen:

PCOS ohne Uebergewicht Pinterest

 

31 Kommentare

  1. Annika sagt

    Hallo Nora,

    ich bin heute eher durch Zufall auf deine Seite gestoßen und komme aus dem Lesen gar nicht mehr raus 😉 Dank dir weiß ich jetzt – ich bin eine Skinny Cyster!

    Ich hab schon immer PCOS, hatte nie richtige Zyklen, wollte aber auf jeden Fall Kinder und wusste, dass unsere Kinderwunsch-Geschichte wahrscheinlich langwieriger wird. So war es dann auch, aber nach vielen erfolglosen KiWu-Behandlungen (Zyklusstimulationen mit Sex nach Plan bzw. Inseminationen, dann ICSI mit Überstimulation, dann insgesamt vier Kryos und zwei Fehlgeburten) kam im März 2016 unsere gesunde Tochter zur Welt – als Ergebnis eines „missglückten“ zweiten ICSI-Versuchs ? (es hatte sich unter den vielen unreifen PCO-Follikeln nur eine Eizelle herangebildet und wir haben es dann „normal“ versucht).

    Nach meinen Erfahrungen glaube ich, dass es alles nur Zufall ist, ob man letztendlich zu den Glücklichen mit erfolgreicher „Baby Take Home-Rate“ gehört oder nicht. Auf jeden Fall sollte man sich nicht entmutigen lassen, Fehlversuche gehören bei PCO (meistens) dazu.

    Was mich derzeit beschäftigt, ist zum einen der zweiten Versuch, den wir wagen wollen – ICSI kommt natürlich nicht mehr in Frage! – und zum anderen ganz konkret die Frage, wie oder ob man nach abgeschlossenem Kinderwunsch das PCO behandelt – soll ich dann für den Rest des Lebens die Pille nehmen? Laut meiner FA ist das Krebsrisiko bei ausbleibenden Blutungen erhöht. Vielleicht weißt du etwas dazu?

    Viele liebe Grüße, Annika

    • Nora | milchundmehr.de sagt

      Liebe Annika, es freut mich, dass du von den älteren Artikeln profitieren konntest und ich drücke ganz fest die Daumen für Kind zwei!
      Ich kenne Gynäkologen, die es total locker sehen. Früher waren die Frauen meistens schwanger oder haben gestillt. Das heißt, sie hatten so gut wie nie ihre Tage!
      Allerdings habe ich da auch schon einmal dran denken müssen, weil ich mir das auch prinzipiell in der Gebärmutter so herum vorstellen könnte wie dein Gynäkologe… Müsste mal recherchieren, ob es da Daten zu gibt. Nehme die Frage mit auf meine Artikelliste für 2018 🙂
      Alles Gute!

    • Sonja sagt

      Hallo Annika! Ich bin auch gerade erst auf diese Seite gestoßen. Ich hab 2013 die Diagnose PCOS mit 29 Jahren erhalten, da versuchten wir vergeblich Baby Nr 2!!! zu zeugen. Nr 1 ging ganz von allein. Vlt ein Glückstreffer ….Naja ich scheine wohl auch untypisch, laut FA. Volles dickes Kopfhaar, kein Bartwuchs, schlank…einzig etwas unreine Haut und naja, ich baue schon relativ leicht Muskeln auf ubd würde daher nie in die Muckibude gehen 😀 Wir haben viel probiert und rumgedocktort, waren in der KWK und der ES wurde stimuliert. IVF wollten wir dann nicht und im Juli 2015 war ich plötzlich wieder schwanger. Nach der Geburt und der Stillzeit hatte ich sogar einen regelmäßigen Zyklus und zack auch ein drittes Kind entstand natürlich (November 17). Ich hab im US immernoch Zysten (trotz Eröffnung dieser in einer Bauchspiegelungs-Op 2014), aber sowas wie einen Zyklus. Also erstmal abwarten, ob sich sowas nicht nach der SS einpendelt. Ich hab gerade nur gegoogelt, weil diesen Monat meine Periode ausblieb (Test negativ ;)) und ich wissen wollte, ob es an meinem aktuell vielen Sporteinheiten und der Diät liegen könnte….Hatte über Weihnachten auch Noro und hab seit Oktober 4kg abgenommen, also nix dramatisches, BMI ~23….vlt einfach nur körperlicher Stress..

      • Liebe Sonja,
        du hast mittlerweile sicher Klarheit. Sport, Ernährungsumstellung, Gewichtsverlust und Krankheit können den Zyklus auf jeden Fall beeinflussen.
        Bei mir schien es auch so, als ob die erste Schwangerschaft das Problem „beseitigt“ hätte. Die zweite kam dann aber so schnell, dass ich keine Langzeitprognose abgeben kann. Mal schauen, wie es nun ist. 🙂

  2. Hallo Nora,

    ich war heute beim FA zur Routineuntersuchung und er hat leider PCO festgestellt, mit der Bemerkung, dass es nichts schlimmes sei. Ich habe jetzt stundenlang recherchiert und gelesen, dass der Kinderwunsch sogar überfüllt bleiben könnte, was für mich leider sehr wohl schlimm ist. Ich bin absolut nicht übergewichtig (168 cm, 57 kg). Die Aussage man solle abnehmen fällt für mich schon mal weg. Des Weiteren steht, man solle die Ernährung umstellen und mehr Gemüse essen, was ich ohnehin schon mache. Der Arzt hat mir dann Femibion mitgegeben (9 streifen á 7) bringt das überhaupt etwas?

    LG Alne

    • Nora | milchundmehr.de sagt

      Liebe Alne,
      wie lange versuchst du denn schon schwanger zu werden? Dein Arzt hat ja wahrscheinlich nur polyzystische Eierstöcke (das gesehen und keinen Hormontest oder so gemacht, die das Syndrom bestätigen… Und wenn du dich noch weiter durch die älteren Beiträge geklickt hast, wirst du sicher gelesen haben, dass es gar nicht so unglaublich schwer war mit dem schwanger werden. Man muss sich nur frühzeitig (nach einem Jahr) Hilfe in Form eines Kinderwunsch-Zentrums holen, auch damit eventuelle zusätzliche Baustellen bei euch abgeklärt werden können und überlegt werden kann, wie am besten nachgeholfen wird. Nicht hängen lassen! Ich drücke die Daumen.
      Ach so, Folsäure bei Kinderwunsch und nicht erst in der Schwangerschaft macht auch bei PCO Sinn, muss kein teures Kombi-Produkt sein… denn ein Glückstreffer kann immer sein!
      Liebe Grüße!

  3. Hallo Nora,
    ich finde es sehr interessant, von schlanken Frauen zu lesen, die auch PCOS haben.
    Die Sache mit den fettigen Haaren kenne ich auch…. schlimm! Teilweise waren meine Haare früher schon wieder fettig, bevor sie richtig getrocknet waren. Hast du da eine Lösung gefunden?
    Ich finde, die Ernährung und der Verzicht auf Zucker machen einen extremen Unterschied, was Haut und Haar angeht.
    LG,
    Christina

    • Nora | milchundmehr.de sagt

      Liebe Christina,
      ich hatte auch das Gefühl, dass raffinierter Zucker, führend vor allem in Form von Schokolade, Haut und Haar negativ beeinflusst – Metformin eher positiv dagegen wirkt. Ein Pflegeprodukt, was von außen irgendeinen grandiosen Effekt hat, habe ich nicht gefunden. Allerdings habe ich gerade wohl das Glück, dass die Schwangerschaft den Hormonhaushalt einmal komplett resettet hat. Mal schauen, wie lange das hält…
      Liebe Grüße und alles Gute!

  4. Patricia Mayr sagt

    Hallo Nora,

    bei mir wurde ebenfalls das PCO – Syndrom diese Woche diagnostiziert (nach unerfülltem Kinderwunsch). Jeder Satz den du geschrieben hast, trifft genau auf mich zu. Ich lebe vegetarisch und bin am Überlegen, ob das in diesem Fall der richtige Weg ist, da ich im Grunde (denke ich) dadurch mehr Kohlenhydrate esse. Wenn man im Internet sich einließt über das Syndrom, bekomme ich richtig Panik (Krebsrisiko, Diabetes, Fehlgeburten, unerfüllter Kinderwunsch…) Meine Ärztin im Kinderwunschzentrum hat die Sache auch eher als „unspektakulär“ dargestellt. (Vermutlich taktisch nicht falsch bei der Psyche einer Frau…)

    Lg Pia

    • Nora | milchundmehr.de sagt

      Liebe Pia,
      es tut mir Leid, dass du betroffen bist. Aber – es ist wirklich eine Diagnose, mit der man arbeiten kann. Siehe unsere Geschichte! Da gibt es viel fiesere Baustellen. Also erst einmal toi toi toi. Und es kann sein, dass sich nach erfolgreicher Schwangerschaft und Stillzeit der Körper wieder von alleine resettet. Das erlebe ich gerade.
      Was die PCO Ernährung angeht, bin ich (noch) keine Expertin. Allerdings habe ich das Gefühl, dass raffinierter Zucker und kurze Kohlenhydrate sich eher negativ auswirken. Zu hellen Weizenmehlprodukten gibt es aber wirklich viele leckere, tolle und vollwertigere Alternativen, mit der auch eine vegetarische Ernährung gut machbar sein sollte. Hast du schon mal Hirse probiert? Liebe Grüße und alles Gute!

  5. Mamka sagt

    Hallo,
    bin gerade in meiner absoluten Verzweiflung auf deinen Artikel gestoßen, ich hab die Diagnose nicht schwarz auf weiß auf dem Papier stehen, aber die wird in ein paar Wochen da sein. Mit zwölf ist mir schon die erste Zyste geplatzt, Körperbeharrung katastrophe, Fettige Haare Hautprobleme schrecklich. Vor 4 Jahren blieb die Blutung aus…kein Eisprung mehr keine Periode, kein Schleimhautaufbau sondern genau wie du geschrieben hast durchlöcherte Eierstöcke in Schlafposition. Mit einer Hormonspirale ging es in den letzten 3 Jahren, als sie fällig war zum entfernen, kam erstmal eine neue Schockdiagnose( Vorstufe Gebärmutterhalskrebs PAP 4 a-h, HPV 16 positiv, dank Konisation alles wieder gut) fürs erste zmd. , seitdem gehen die Gefühlsschwankungen hoch und runter, könnte den halben Tag mit weinen und den anderen halben mit schlafen verbringen.
    Heute bei der Krebskontrolle dann wieder ein Eierstock der nicht mehr macht…ich bin so runter mit den Nerven, ich bin auch schlank und Vegetarierin zmd. zu 80% im Jahr.
    Man hat mir in den letzten Jahren schon soooooo viel an Pillen und Glump verschrieben um das in den Griff zu kriegen mit dem Erfolg, dass ich zu genommen oder absolut unleidlich war.
    Jetzt stehen wieder Hormone im Raum als möglichkeit. Keine zu nehmen ist kaum eine Option, da damit tatsächlich dass Krebsrisiko und Osteoporose Risiko steigt wenn die Blutung ausbleibt. Meine Oma hat Osteoporose, Meine Uroma hatte Gebärmutterkrebs und der Rest der Verwandten hat Diabetes oder Hashimoto. Vom Bluthochdruck ganz zu schweigen. Ach ja ich bin erst 26 und hab Angst dass es meiner Tochter auch so ergehen wird, bei ihr fängt die Pubertät gerade langsam an. (Ich hab mein Kind mit 16 bekommen wofür ich unendlich dankbar bin weil dass nicht mehr so leicht gehen wird.)
    Im Moment überfordert mich dass ganze total.
    Kann es sein, dass diese Insulinresistenz dazu führt das man ein gesteigertes Verlangen nach Zucker hat?…Manchmal kommt es mir so vor als würde mein Körper danach schreien, dass er das jetzt braucht.
    Wie bist du damit umgegangen und wer hat dir brauchbare Informationen geben können?

    • Nora | milchundmehr.de sagt

      Liebe Mamka,
      bitte entschuldige die auf Grund unseres Urlaubs verzögerte Antwort. Es tut mir Leid, was du schon in kurzer Zeit so alles durchmachen musstest. Es klingt wirklich so, als sei in eurer Familie ein „hormoneller Wurm“ im Gen-Pool. Das muss aber keineswegs heißen, dass deine Tochter auch betroffen sein muss (hier rate ich einfach neben der HPV-Impfung wachsam zu sein, du bist ja leider Expertin und weißt worauf zu achten ist…).
      So richtig schlaue Vorschläge habe ich auch nicht. Bist du an eine Endokrinologische Klinik (am besten Uniklinik) angebunden? Die kennen sich oft am besten aus und haben auch das richtige Know-How, dir medikamentös weiterzuhelfen.
      Ich kann dir nur in soweit Hoffnung machen, dass man PCO wirklich (zumindest zeitweise) auch wieder loswerden kann oder gut eingestellt zum Schlummern bringen kann. Und für den Kinderwunsch ist es wirklich nur eine mittelgroße Hürde und kein Weltuntergang. Das war immer mein Anker.
      Die meisten für mich brauchbaren Infos habe ich mir aus amerikanischen Portalen über Google geholt. Die Frage mit dem Zucker ist spannend, habe ich so noch nichts von gehört.
      Liebe Grüße und alles, alles Gute

  6. Theresa sagt

    Liebe Nora,
    Ich habe auch gerade die PCO Diagnose bekommen,kein Übergewicht,im Gegenteil,Haut und Haare sind kein Problem,aber eben immer schon unregelmäßigen Zyklus gehabt,dann mehrere Jahre die Pille genommen und dann nach dem Absetzen wegen Kinderwunsch seit 4 Monaten keine Periode.Eierstöcke sind voll von Follikeln und Bluttest hat PCO ergeben.Bin 33 und nehme seit gestern Metmorfin,allerdings wurde mir nur eine geringe Dosis von 500mg 1x/Tag verschrieben.Soll noch die Schilddrüse checken lassen. Zur Ernährung und auch sonst wurde mir nichts gesagt leider,außer,dass Alkohol mehr oder weniger tabu ist.Blutzucker ist normal. Nach viel Recherche um das Thema Zucker bei PCO bzw. Metmorfin ohne eine konkrete Aussage wäre ich sehr dankbar für eine Stellungnahme dazu.Lebe von Natur aus sehr gesund,Ernährung mit viel Obst und Gemüse,Vollkornprodukten etc.,aber liebe Süßes und esse dementsprechend auch mehr davon.Ist das jetzt auch ein komplettes Tabu bzw.wirkt Zucker der Metmorfinwirkung entgegen? Wäre sehr dankbar für eine eindeutige Antwort. Dass Zucker allgemein nicht in Mengen gegessen werden sollte,ist mir klar,würde jetzt aber gern mehr konkret in Bezug auf PCO und Metmorfin wissen. Mein Gynäkologe konnte mir auch nicht wirklich was zur Behandlungsdauer mit Metnorfin sagen,war eher relaxt und hat PCO nicht als Problem gesehen..möchte aber nichts falsch machen,daher meine Frage!Danke sehr!!

    • Nora | milchundmehr.de sagt

      Liebe Theresa,

      es tut mir Leid, dass du auch mit dieser nervigen Diagnose konfrontiert bist. Ich kann dir – wie auch schon den meisten Kommentatorinnen – nur empfehlen, dich relativ zeitig an eine Kinderwunschklinik oder universitäre Endokrinologie zu wenden. Die kennen sich meistens richtig gut mit der Krankheit, Metformin und aktuellen Studien zur Behandlung aus. Soweit ich weiß, weiß man ja noch nicht mal, warum es einer Gruppe der PCO-Betroffenen so gut hilft. Ich habe hier die Erfahrung gemacht: einfach ausprobieren – und viel Geduld haben. Einen Effekt kann ewig auf sich warten lassen und man kann absolut nicht vorhersagen, ob/ bei welcher Dosis/ wie schnell der Körper drauf anspricht. Meine Ernährung, die deiner wohl recht ähnlich ist, habe ich nicht weiter umgestellt. Ich habe aber in amerikanischen Blogs gelesen, dass Frauen es alleinig durch eine Ernährungsumstellung wieder wegbekommen (viel Rohkost und Gemüse, kein raffinierter Zucker, kaum Fruchtzucker und kaum Kohlenhydrate – würde ich niemals durchhalten). Ich weiß, wie kräftezehrend das ist, wenn man beim Thema Kinderwunsch so viel Geduld haben muss, ich kann deinem Frauenarzt aber insoweit mit meiner Geschichte recht geben: es ist definitiv eine der leichteren Steine auf dem Weg zum Kind und wie du siehst, wird alles gut!

      Ich wünsche alles Gute,

      Nora

  7. Elena sagt

    Hallo Nora

    Ich bin 29 Jahre alt und lebe seit 2008 ohne Schilddrüse aufgrund eines Karzinoms. Seit 2014 habe ich die Antibabypille abgesetzt, vorwiegend weil ich keine zusätzlichen Hormone mehr nehmen wollte und allgemein mein Leben auf möglichst natürliche Art gestalten wollte.. Nun, ab diesem Zeitpunkt habe ich während ca. 8 Monaten keine Mens mehr bekommen. Während der ersten beiden Jahre zweimal jährlich, dann alle 3 Monate und seit ich Pulsatilla und Alchemilla nehme alle 2 Monate ca. Natürlich liess ich mich abklären, wonch ich ebenfalls die Ausschlussdignose PCO erhalten habe, wobei es bei mir nicht ganz eindeutig sei, weil ich kein Übergewicht, keinen Haarwuchs, kein Haarausfall und keine abnormale Laborwerte habe. Einzig, die perlenkettenartigen Follikel auf dem US Bild. Ich bin zu 4 verschiedenen Gynäkologen gegangen, von diesem skinny cyster habe ich aber noch nie etwas gehört… Mittlerweile ist bei mir der Kinderwunsch da, ich pressiere jedoch nicht. Ist es überhaupt möglich ohne medikamentöse Therapie trotzdem schwanger zu werden? Wenn es bei mir auf natürliche Weise nicht möglich ist, dann denke ich soll es einfach nicht sein.. Dankeschön für die Antwort.
    Liebe Grüsse
    Elena

    • Nora | milchundmehr.de sagt

      Liebe Elena,
      die Frage kann dir prospektiv leider niemand beantworten.
      Als „skinny cyster“ gibt es halt generell weniger bewährte Therapiemöglichkeiten – der Körper spricht zum Beispiel weniger wahrscheinlich auf Metformin oder eine Ernährungsumstellung an. Obwohl du dich natürlich über letzteres vielleicht mal informieren möchtest. Es gibt diverse Amerikanische Foren und Blogs, die darum handeln, wie man PCO natürlich behandelt.
      Wenn du alle zwei Monate blutest, spricht auch nichts dagegen, dass du alle zwei Monate einen Eisprung hast. Vielleicht nützt dir also auch das Führen eines Zyklustagebuchs mit Basaltemperatur ect., da braucht man nur sehr viel Geduld.
      Ich wünsche dir alles Gute!

  8. Mil(k)a sagt

    Ich bin 1,70m groß, wiege 48 Kilogramm, bin Vegetarierin und habe PCOS. Was glaubt ihr, könnten Pestizidrückstände und Konservierungsmittel Auslöser davon sein? Oder vielleicht sogar Impfungen? Es kann doch schließlich nicht sein, dass Frauen, die sich relativ gesund ernähren um Krankheiten zu vermeiden plötzlich PCO bekommen.
    Lg Mil(k)a

    • Liebe Milka,

      es tut mir Leid, dass du auch betroffen bist. Ursachen sind ja ziemlich unklar. Bei den Sachen, die du vorschlägst, kann ich mir die Zusammenhänge nicht richtig erklären. Ich habe eher hormonelle Verhütung im Verdacht. Aber auch dafür werde ich von den meisten Gynäkologen belächelt. Das Gute ist ja: auch in unseren Fällen kann es – so plötzlich wie es gekommen ist – auch wieder z.B. nach einer Schwangerschaft verschwinden!

      Viele Grüße und alles Gute!

  9. Anna sagt

    Hallo Nora,
    Auch ich habe die Diagnose pcos bekommen, es wurde ein viel zu hoher wert an männlichen Hormonen gemessen und einige Bläschen an den Eierstöcke festgestellt.
    Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich die Pille abgesetzt, danach das übliche, stärker Haarausfall, unreine Haut und fettige Haare sowie für ein halbes Jahr gar keine periode mehr. Die hat sich nun in unregelmäßigen Abständen von 8 bis 5 Wochen wieder eingeschlichen und auch der Haarausfall wurde besser. Meine Haut und die fettigen Haare sind allerdings noch nicht optimal.
    So wurde bei mir die Schilddrüse untersucht und auch eine mögliche insulinresistenz getestet, beides jedoch ohne Auffälligkeiten. Was schließlich anhand der unregelmäßigen Zyklen, unreiner Haut sowie dem Ultraschall zu der Diagnose pcos führte. Empfehlung meines endokrinologen, wieder eine Pille einzunehmen, abgestimmt auf die hormonelle disbalance…. Jedoch wollte ich von der Pille weg und habe dies auch angesprochen. Mir wurde jedoch sowohl vom endokrinologen als auch meines Fa deutlich gemacht, dass ich das Risiko eingehe, das pcos würde sich mit hoher Wahrscheinlichkeit verschlimmern und zu mehr Problemen führen, als dass, wie ich hoffte, sich mein Körper von selbst voll erholt und wieder in einen Normalzustand findet… Schließlich waren meine Zyklen vor Einnahme der pille recht regelmäßig… Ich bin normalgewichtig, ernähre mich vegetarisch und recht gesund.

    Gibt es irgendwelche Tipps, wie ich meinem Körper helfen könnte, ohne hormonelle Präparate zu mir zu nehmen und dass sich das pcos wieder „selbst heilt“???

    Vielen Dank dir!
    Liebe Grüße
    Anna

    • Liebe Anna,
      es tut mir Leid, dass du dich auch mit diesem Thema herumärgern musst. Ich kann dir lediglich von meinen Erfahrungen und meinem Bauchgefühl berichten, fundiertes und vor allem aktualisiertes Wissen habe ich mir nicht mehr angehäuft.
      Mir hat die Hormonumstellung durch die Schwangerschaft und Stillzeit scheinbar gut geholfen.
      Auch wenn Gynäkologen das total belächeln, bin ich mir nicht sicher, ob die jahrelange Pilleneinnahme etwas zur Erkrankungsentstehung beigetragen haben könnte. Die Pille versteckt zwar die PCOS Symptome, aber bekämpft die Ursache ja nicht wirklich. Hmm, mich würde mal interessieren, worauf Endokrinologe und Frauenarzt sich berufen?!
      Es gibt einige Geschichten, bei denen auch untergewichtige Frauen sich mit speziellen Diäten geheilt haben. Vielleicht ist es auch einfach Zufall oder Zeit, die man dem Körper geben muss…bei Kinderwunsch natürlich leichter gesagt als getan.
      Ich drücke dir die Daumen! Alles Gute

  10. Mara sagt

    Hallo 🙂
    Ich möchte nur einen kurzen Kommentar zum Mutmachen da lassen.
    Ich leide auch an PCOS, Insulinresistenz und einer Schilddrüsenunterfunktion. Dies wurde 2014 diagnostiziert. Aber wir arbeiten mittlerweile an Kind Nr. drei 🙂 Ich habe kein Übergewicht (bin eher an der Grenze zum Untergewicht), aber Haut, Haare und mein Zyklus sind ein echtes Problem. Meinen Zyklus und die Insulinresistenz hab ich dank Metformin, wie auch schon in den ersten beiden SS, gut im Griff. Was ich sagen will, lasst euch nicht entmutigen! Wir sind keine hoffnungslosen Fälle 😉 LG

  11. Kristina sagt

    Hallo ihr lieben,

    es ist schon etwas länger her, dass ihr etwas dazu abgegeben habt aber vielleicht schaut ja der eine oder andere mal wieder rein 🙂
    Ich bin ziemlich jung, 23 Jahre und weder übergewichtig, noch habe ich Akne oder einen verstärkten Haarwuchs. Mein Mann und ich versuchen seid 1,5 Jahren schwanger zu werden und leider nichts. Mein Zyklus ist sehr lange, durchschnittlich bei 47 Tagen … bei meinem Gynäkologen habe ich in der ersten und zweiten zyklushälfte Laborwerte abgegeben und zack es hieß: wir können ihnen leider nicht weiter helfen, die Hormone sind unstimmig und ich wurde überwiesen zur Kinderwunschklinik. Dort wurde mir gesagt ich habe PCO und für mich ist in dem Moment eine Welt zusammengebrochen, weil ich bis datu nichts davon wusste. Ich habe sehr viele Blutkulturen abgegeben und den Glukose Insulintest gemacht … in paar Tagen habe ich den zweiten Termin bei der KiWu und bin gespannt was raus kommt.

    Hat vielleicht jemand auch solche Erfahrungen?

    Liebe Grüße😊

  12. Hanna sagt

    Hallo ihr Lieben,
    bei mir wurde PCO diagnostiziert. Ich habe auch kein Übergewicht, im Gegenteil mein Körperfettanteil liegt bei 16% ca. und ich mache sehr viel Sport. Mein Körper sieht trotz Krafttraining nicht männlich aus und außer einem kleinen Flaum an der Oberlippe und schlechter Haut, habe ich keine Auswirkungen. Jedoch habe ich gemerkt, je weniger ich esse ( ca. 1000-1200 kcal bei einem Verbrauch von ~2600), desto regelmäßiger wird meine Periode. Zudem verzichte ich auf tierische Produkte, zu viel Fruchtzucker und raffinierten Zucker.
    Aber das kann ja kein Dauerzustand sein.
    Mir wurde eine homöopathische Behandlung and Herz gelegt. Wie sind denn eure Erfahrungen?

    • Liebe Hanna,
      mit Homöopathie habe ich ehrlich gesagt keine Erfahrung. Bei mir hat sich die Situation durch die Schwangerschaft/ Stillzeit erstmal wieder beruhigt…ich esse auch sehr wenig tierische Produkte und raffinierten Zucker.
      Auf alles, gerade auf Kalorien bei aktivem Lebensstil, würde ich nicht verzichten wollen. Vielleicht testest du einfach mal (richtig mit Protokoll und so), wie weit du mit den einzelnen Bestandteilen gehen kannst. Manchmal reicht ja auch einfach Reduktion vor komplettem Verzicht. Vielleicht weiß da auch wirklich ein spezialisierter Heilpraktiker bescheid. Viel Erfolg!!!

  13. Nina Neubauer sagt

    Hallo ihr Lieben 🙋🏼‍♀️,

    ich bin grad ganz zufällig auf diese Seite gestoßen und gleich hängen geblieben, weil ich mich in so vielen Kommentaren wieder erkannt habe & mir der ein oder andere Kommentar auch etwas Mut gemacht hat. Hier meine bisherige Geschichte:

    Ich hab ebenfalls die Diagnose PCO und bin schlank (60 kg/176cm). Das PCO sieht man mir allerdings im Gesicht, dank meines oft sehr schlechten Hautbildes, an – dank Kosmetikerin kann ich es im Zaum halten, aber richtig gut ist es trotzdem nie.

    Ich bin mittlerweile 32 Jahre alt – habe meine Diagnose mit 28 bekommen, nachdem ich da die Pille abgesetzt habe & über ein Jahr keine Periode bekam.
    Unser Kinderwunsch ist leider bis dato noch unerfüllt geblieben. Hatte ein 3/4 Jahr Behandlung mit Clomifen bei meiner Frauenärztin ohne jeglichen Erfolg.
    Danach Start in der KiWu – mit einer IVF. Da nach der Behandlung nur eine Eizelle übrig blieb, waren wir überglücklich, als wir einen positiven SS-Test in den Händen hielten. In der 9SSW war der Traum aber geplatzt, nachdem kein Herzschlag mehr gefunden wurde. „Missed Abortion“ hieß es dann & ich musste -dank Corona- die Fehlgeburt mit Tabletten zuhause einleiten – eine sehr traumatische Erfahrung 🥺!
    Danach folgte eine erneute, erfolglose IVF und dann ein Abbruch einer laufenden Behandlung aufgrund einer unerklärten Flüssigkeitsansammlung.
    Nun stehen wir kurz vor unserem 1. Kryotransfer mit unserer einzigen übrigen Eizelle & ich hoffe so, dass es klappt, da einem schon langsam die Kraft ausgeht.

    Umso schöner war es deshalb zu lesen, dass es bei anderen mehrmals geklappt hat – das gibt mir Hoffnung 🍀!

    Hier nun noch eine Frage: Eine Bekannte meinte, dass sie in einem Ernährungskurs hörte, dass sich Intervallfasten (z.B.: 16/8) positiv auf den Hormonhaushalt & PCO auswirkt. Im Internet finde ich dazu jedoch viel Wiedersprüchliches – v.a auch in Hinblick auf Kinderwunsch. Hat jemand dazu zufällig Erfahrung?
    Danke & alles Gute an alle PCO-Betroffenen 🙃

  14. Julia sagt

    Hallo zusammen,

    Ich möchte auch gerne etwas Mut und Hoffnung da lassen für alle, denen gesagt wird, sie werden keine Kinder bekommen. Ich bin 38, habe zwei Kinder und habe einen BMI von 19, keine Insulinresistenz.

    Diane 35 habe ich bereits mit 16 bekommen, weil ich ziemliche Akne hatte und nichts half. Der Hautarzt meinte daraufhin, es sei ein hormonelles Problem. Mit der Pille war alles weg. Mit 29 kam der Kinderwunsch und ich setzte die Pille ab. Ca. drei Monate nach dem Absetzen kam die volle Bandbreite mit Pickeln, Haarausfall, ausbleibende Periode etc. Pp. Da bekam ich zum ersten Mal die Diagnose PCO beim Frauenarzt wegen den Eierstöcken. Die Last mit der Akne war so groß, dass ich die Pille wieder nahm. Zwei Jahre später und mit dem Wissen um die Diagnose und die damit einhergehenden Schwierigkeiten ging ich direkt in die Kinderwunschklinik. Zahlreiche Tests später bekamen mein Mann und ich die Aussage, dass wir mit meinem PCO und seinen Werten keine Kinder bekommen werden. Für mich brach eine Welt zusammen. Bis meine Frauenärztin mir sagte, dass es machbar ist. Der Plan sah wie folgt aus: Zuerst mussten die Werte meines Mannes besser werden durch Verzicht aufs Rauchen und Orthomol für Männer. Das klappte. Währenddessen nahm ich die Pille weiter, denn nach dem Plan meiner Gynäkologin fährt der Körper ca. 3 Monate nach dem Absetzen der Pille gewohnt weiter bis die Regel ausbleibt. Wir schafften es nicht in den drei Monaten schwanger zu werden und die Odyssee mit Temperatur messen, Frauenmanteltee uns. Ging los. Die Messungen ergaben, dass ich keine Eisprünge hatte. Wir musste den Eisprung erzwingen mit Clomifen. Überglücklich hielt ich nach dem zweiten Versuch einen positiven Test in der Hand. Ein paar Wochen später, jedoch wie das bei Clomifen passieren kann, musste ich meine Zwillinge gehen lassen „Missed abortion“ in der 11 Woche kein Herzschlag mehr und Ausschabung. Nach dem Eingriff sagte man mir im Krankenhaus, ich soll warten mit dem Schwanger werden bis der Körper sich erholt hat. Doch meine Gynäkologin meinte nur, dass man oft nach einer Schwangerschaft umso fruchtbarer ist, weil der Körper das gerade eh kennt. Und wenn es zur Befruchtung kommt, dann wird der Körper selber entscheiden ob er es behält. Gott sei Dank habe ich auf sie gehört, denn direkt nach der Ausschabung bin ich mit dem ersten Kind schwanger geworden und der Körper hat sich entschieden es zu behalten obwohl ich zwei mal ausgeschabt werden musste. Bis heute frage ich mich wie mein Purzel sich bei der fehlenden Schleimhaut einnisten konnte. Ich wollte nicht so lange mit der zweiten Schwangerschaft warten aus genau diesem Grund, dass der Körper es noch kennt. Nach der Geburt konnte ich nicht stillen und habe die Pille wieder genommen. 11 Monate nach der Geburt habe ich die Pille abgesetzt und gehofft, dass der Körper erstmal wie gewohnt weitermacht und ich war direkt wieder schwanger.

    Lasst euch nicht durch die Diagnose entmutigen. Es braucht viel Nerven, Geduld, Planung und erfahrene Gynäkologen/Ärzte. Meine Erfahrungen in der KiWu Klinik waren negativ, aber es liegt sicherlich an der Klinik, die ich ausgesucht habe. Lasst eure Männer ebenfalls prüfen, denn oft ist es die Kombi aus PCO und schlechte Spermien. Macht euch die Pille zunutze und vertraut euch selber.

  15. Olfa sagt

    Hallo,
    ich habe auch PCOS wog 60 kilo und jetzt wiege ich 57 wegen der Metformin einnahme kann ich nichts mehr essen und habe immer Durchfall und Magenschmerzen, trotz dass ich es seit 2 Monaten nehme. Das Medikament macht mich fertig. Ich muss dazu sagen, dass ich nach 4 Jahren zum ersten mal schwanger (war) frühe Fehlgeburt. Also muss es ja doch irgendwie wirken.

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