Gesundheit, Schwangerschaft
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#Postpartumbody – Nicht makellos, aber perfekt.

Buchrezension | Im letzten Jahr habe ich euch berichtet: ich habe eine neue Freundin gefunden. Sie unterhält sich mit mir auf Papier. Sie berichtet von ihren Erfahrungen als Frau und Mutter, humorvoll, informativ und vor allem verblüffend ehrlich.
Damals habe ich meine Erfahrungen mit dem Ratgeber „Manchmal braucht man Gummibärchen…“  geteilt, heute möchte ich euch das neue Buch von Miriam Fuz vorstellen, was mich die vergangenen Abende auf dem Sofa begleitet hat: Nicht makellos, aber perfekt*.

Nicht makellos aber perfekt Buchrezension

Buchtipp: Nicht makellos, aber perfekt!

Gespräch unter Freunden…auf Papier

Aus dem ersten Buch konnte ich persönlich extrem viel mitnehmen: praktische und wertvolle Tipps für den (über-)fordernden Alltag mit drei kleinen Kindern. Die Lektüre war für mich wie ein persönliches Mütter-Coaching.
Diesmal hat Miriam sich an ein komplett anderes, sehr sensibles Thema gewagt, was uns Mütter ALLE betrifft: An den Postpartum Körper, also an die kleinen und großen Veränderungen, die Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit mit sich bringen.



Die Meinungen gehen weit auseinander. Die einen feiern, dass sie „sofort so aussehen wie früher“, andere plädieren dafür, die Zeichen zu feiern und anzunehmen. Und dann gibt es noch die, die auf Selbstliebe pfeifen und sich über die Veränderungen ärgern. Die meisten Frauen liegen irgendwo dazwischen.
Mich hat dieser Aspekt der Mutterschaft in den letzten Monaten ehrlich gesagt nicht so sehr beschäftigt. Deshalb hat mich der Ratgeber zum Nachdenken gebracht…

Über Problemzonen & Selbstliebe

Die Autorin erlebte drei Schwangerschaften innerhalb von wenigen Jahren, verarbeitet ihren „Postpartum Body“ – und nimmt uns mit. Wie ich es schon kenne, schreibt sie total pragmatisch und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, auch bei Themen, die den meisten ziemlich unangenehm sind. Dabei bleibt Miriam aber taktvoll und behutsam. Deshalb ist das Buch wirklich wertvoll für Mütter, die sich mit ihrem Körper unwohl fühlen.

Der dreifachen Mutter macht ihr Beckenboden zu schaffen. Das Bewusstsein, dass da nichts mehr so sein wird wie es mal war, bringt sie dazu, sich mit dem mütterlichen Selbstbewusstsein und Selbstliebe auseinander zu setzen.
Aber sie geht weiter, recherchiert über andere „Problemzonen“, sucht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen und sammelt alles über Krampfadern, Pigmentflecken und Schwangerschaftsstreifen. Die Themen setzen da an, wo alle anderen Schwangerschaftsratgeber aufhören. Soweit zum ersten Teil des Buches.
Im zweiten Teil geht es um die Konsequenzen: wie gehen wir konkret mit den Veränderungen um, die wir nicht mehr beeinflussen können? Wie können wir Freundschaft mit „dem neuen Körper“ schließen?
Dabei bleibt Miriam vorwiegend praktisch, wird aber auch ein bisschen philosophisch.
Sehr, sehr ehrlich und ein bisschen rührend behandelt sie zum Beispiel das Thema Neid.

Nicht makellos aber perfekt Miriam Fuz

Ich empfehle das Buch allen Müttern, die sich über ihren veränderten Körper ärgern, damit allein gelassen fühlen und die gerne mehr Selbstbewusstsein hätten.
In der Schwangerschaft selbst würde ich ehrlich gesagt diese Problematik erstmal ausklammern und mich auf das Wesentliche konzentrieren. Ich denke, dass „Wissen“ nützt in dieser Situation den wenigsten Frauen.

Der #postpartumbody und ich

Die Alltagstipps – auch wenn sie diesmal eher in den Nebensätzen auftauchen – sind für mich gold wert. Und der Schreibstil ist wieder wunderbar unterhaltsam! #postpartumbody spricht mich persönlich weniger an, als Alltags-Struggle mit drei kleinen Kindern. Aber ich bin mir sicher, dass es ganz, ganz viele Frauen gibt, für die das Thema sehr wertvoll ist.
Mit meinem Körper nach zwei Schwangerschaften bin ich ehrlich gesagt relativ zufrieden. Wie Miri so schön feststellt, die Relevanz, die das Thema bekommt, steuert man selbst.
Vielleicht liegt es an meinem – beruflich geprägten – realistischen Einschätzungen der Schwangerschaft, vielleicht an meinem Charakter, oder vielleicht bin ich auch gut weggekommen?! Oder habe ich gerade einfach (noch) keine Zeit, um mich mit mir zu beschäftigen?

Auswirkungen von drei Kindern in zwei Jahren Erfahrungsbericht

Ich habe meine Baustellen, bin aber recht optimistisch, dass ich sie beheben könnte, wenn ich es gewissenhaft anpacke. Mit Selbstliebe bin ich glaube ich also ganz gut ausgestattet. Wenn scheitert es bei mir an der Achtsamkeit. Das hat mir die Lektüre nochmal vor Augen geführt.
Ich finde außerdem wichtig – und zu der Erkenntnis gelangt Miriam auch: man muss nicht alles an sich selbst gut finden – der eigene Kritiker ist auch Motivator und Ursprung für viel Gutes. Selbstliebe heißt nicht, alles einfach hinzunehmen. Die Dosis macht’s!

das gesunde Altern

„Nach der Schwangerschaft wird der Kleiderschrank zu einem hübschen Museum mit Klamotten, in die man nicht mehr hineinpasst!“
Der Satz aus „Nicht makellos, aber perfekt“ hat mich wirklich zum Schmunzeln gebracht. Denn: das Museum gibt es hier tatsächlich auch, es deckt diverse Epochen ab. Ich kann mich zum Beispiel nicht von meiner Lieblingsjeans aus Schulzeiten trennen. Was die alles für Partys und Abenteuer überlebt hat!
Ich war mir sicher, dass sie nicht mehr passt. Denn, damals fand ich mich schon recht „scharf“ im Vergleich zu heute. Aber hat das wirklich mit den Schwangerschaften zu tun oder mit der Tatsache, dass Sport keine hohe Priorität mehr bekommt und ich mein Alter mittlerweile verdoppelt habe?
Mit durch die Lektüre gestärktem Selbstvertrauen, wagte ich mich also an ein Beweisfoto für euch.

#postpartumbody nach drei Kindern in zwei Jahren Milch und Mehr

koerperliche Veraenderungen nach Schwangerschaft

Und wie ihr seht – die Hose geht zumindest zu. Klar, sie sitzt nicht mehr perfekt nach über zehn Jahren. Aber so sehr verändert haben mich drei Kinder also nicht. An den Beinen ist sie sogar deutlich weiter, als ich Jeans aktuell trage. Ehrlich gesagt bin ich selbst überrascht.
Deshalb ist dieser Blogpost nicht nur eine Ode an Miriams neues Buch, sondern auch eine Liebeserklärung an einen gesunden Lebensstil.

#postpartumbody aus ärztlicher Sicht

Einen Rat kann ich euch noch aus ärztlicher Sicht mitgeben!
Je fitter und gesünder ihr in eine Schwangerschaft hineingeht, desto besser kommt der Körper mit allen – vollkommen natürlichen – Veränderungen zurecht. Auch die beste Figur ist allerdings kein Garant für keine „Komplikationen“. Es spielen Genetik und eine ganze Menge anderer Umstände hinein. Aber ein fitter, gesunder Körper erholt sich besser von allen Strapazen.
Nehmt die Erholung wortwörtlich. Hört auf euer Bauchgefühl. Es wird euch leiten bei der Frage, ob ihr Ruhe oder aktives Training benötigt. Ich verlasse mich so gut es geht auf die Signale meines Körpers anstatt auf Empfehlungen von außen und bin damit bislang sehr gut gefahren.

Über Miriam Fuz & ihren Blog Muttiversum

Miriam Fuz ist ausgebildete Redakteurin, freiberufliche Texterin und Mama von drei Jungs.
Auf dem Blog „Muttiversum“ und auf dem dazugehörigen Instagram-Account berichtet sie aus ihrem Alltag, setzt sich ambitioniert mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander und fungiert für so manch einen Abonnenten als Trink- und Beckenboden-Trainings-App. Sie ist eine der charmantesten und menschlichsten Insta-Mamas, die ich kenne.
„Nicht makellos, aber perfekt“ hat sie neben Kindern, Teilzeitjob und Blog im Self-Publishing auf die Beine gestellt.

Falls ihr neugierig geworden seid, empfehle ich euch zum Weiterlesen:
Buchtipp: Manchmal braucht man Gummibärchen…

Ihre Bücher – inklusive weiterer Rezensionen – findet ihr bei Amazon (*Affiliate-Links) oder beim Buchhändler eures Vertrauen.

Manchmal braucht man Gummibärchen…
Nicht makellos, aber perfekt

Viel Freude beim Schmökern! Wie steht ihr zu dem sensiblen Thema #postpartumbody ?

Milch & Mehr Mamablog Signatur

Ps. zur Transparenz:
Das Buch wurde mir zur Rezension kostenlos von BoD zu Verfügung gestellt.

PPs. zum Merken & Weitesagen:

Nicht makellos aber perfekt Buchtipp



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6 Kommentare

  1. Maria sagt

    Ich bin auch total begeistert von dem Buch! Miriam hat einen tollen Schreibstil und viele wertvolle Tipps und Anregungen über sich selbst nachzudenken! Ich stimme deiner Meinung zu 100% zu!!

  2. Linnea sagt

    Das klingt recht spannend, vielen Dank für die Vorstellung! Ich gehöre zu den Müttern, die eher unzufrieden mit den Veränderungen durch die Schwangerschaft sind. Aktuell bin ich das dritte Mal schwanger und gehöre zu den recht disziplinierten Essern, auch Rückbildung und gemäßigten Sport habe ich jeweils ernst genommen. Leider scheint mein Bindegewebe aber überhaupt nicht zu meinen Freundinnen zu gehören, und die Einsicht, dass Bikini und Co für mich zur Geschichte gehören, weil ein total kaputter Bauch einfach auch mir selbst nicht gefällt, deprimiert mich doch sehr. Von Attraktivität in Bezug auf Männer mal gar nicht zu reden…

    • Liebe Linnea,
      ich kann gut verstehen, dass dich das nervt! Was die Natur sich dabei gedacht hat…?!
      Das Buch könnte dir wirklich weiter helfen. Miriam gibt gute Anregungen, wie man bei solchen Gedanken als Siegerin hervorgeht. Ich wünsche dir nun trotzdem erstmal alles Gute für die restliche Schwangerschaft!

  3. Vielen herzlichen Dank für diese tolle Rezension meines Buches „Nicht makellos, aber perfekt“. Ich freue mich unglaublich, wie klasse du das Buch zusammengefasst hast. Und natürlich, dass du dich an das Experiment gewagt hast, die Jeans anzuprobieren. Wooohoooo! Genau das will ich mit dem Buch erreichen, Frauen in unterschiedlichen Formen positiv zu bestärken.

    • Sehr gerne, liebe Miriam. Und ich bin froh, so die Sache mit der Hose endlich geklärt zu haben. 🙂
      Für dein Buch (und alle die noch folgen werden) wünsche ich dir ganz, ganz viel Erfolg!
      Liebe Grüße

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