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Tops und Flops: Babykleidung

Im Schrank meiner Kinder wird es langsam eng. Es wurde höchste Zeit, ein bisschen was auszusortieren. Diese ganzen winzigen Teile! Unzählige Geschenke. Kaum getragen und schon wieder entwachsen. Aber auch viele schöne Erinnerungen verbinde ich damit.
Beim Sentimentalwerden kam mir auch wieder in den Sinn, wie viele Gedanken ich mir in der Schwangerschaft um die Kleidung gemacht habe. Es sollte nicht zu viel sein, aber auch ja nicht zu wenig. Es sollte alles praktisch sein, aber auch hübsch. Nicht zu kalt und nicht zu warm. Was habe ich Erfahrungsberichte gewälzt und wurde trotzdem nicht schlauer, ob wir im Hochsommer tatsächlich Jacken brauchen und wie dick der Schlafsack sein muss.
Deshalb will ich hier nun einmal kurz Resümee ziehen und meine Erfahrungen zum Thema Erstausstattung und Kleidung für Sommerbabys, speziell für ein etwas zu früh geborenes Zwillingspärchen festhalten. Vielleicht stolpert ja jemand zum richtigen Zeitpunkt drüber und kann ein paar hilfreiche Gedankenanstöße mitnehmen. Die Baby-Erstausstattungs-Weisheit habe ich natürlich nicht gefressen. Wie bei allen dieser persönlichen Erfahrungsberichte ist es alles absolut subjektiv. Jeder wird komplett andere Vorlieben und Bedürfnisse haben. Jedes Elternteil und jedes Baby.

 

 


Die passende Größe
 
Generell wird Zwillingseltern empfohlen, mit Größe 50 anzufangen. Das kann ich so unterschreiben. Zwillinge sind reif geboren tendenziell eher kleiner und leichter. Unsere Kinder haben die Größe 50 wirklich sehr lange getragen. Mit der Größe 44 wäre ich zurückhaltend. Ich habe mir am Ende der Schwangerschaft Bezugsquellen (z.B. Verbaudet, Kindermode-Dänemark) notiert, um falls nötig schnell etwas bestellen zu können. Gerade bei sommerlichen Temperaturen habe ich das Umkrempeln als sehr unpraktisch empfunden. Wenn sich die Babys anfangen zu bewegen, sollte auch nicht zu viel gekrempelt werden müssen, weil es die Bewegungsfreiheit einschränkt.
Schlafsäcke würde ich im Fall Sommerbabys nur einen pro Kind in ganz klein anschaffen (50 cm). Wir haben den ganzen Sommer hindurch gepuckt und sind erst mit einem 70 cm Sack eingestiegen.
Es ist ziemlich schwer die richtigen Kleidungsstücke zum passenden Zeitpunkt rauszukramen. Alles fällt unterschiedlich aus! Deshalb haben meine Kinder einige Sachen gar nicht tragen können. Französische/spanische Marken (z.B. Petit Bateau) fallen eher kleiner aus, skandinavische und deutsche Marken eher größer (z.B. Lindex). Sachen vom Babybasar, die ein paar Runden im Trockner hinter sich haben, sind auch eher kleiner.
 
 
Die richtige Menge
 
Von befreundeten Zwillingseltern wusste ich, dass deren maximaler Durchsatz bei acht Outfits pro Tag lag. Wir haben in der Anfangszeit alle zwei Tage umgezogen und hatten vielleicht 2-3 große Wickel- oder Spuckunfälle in der Woche. Da es so warm war, haben wir aber auch nicht bei jedem Milchfleck direkt das Oberteil gewechselt. Auch haben wir wochenlang keine Schlafanzüge verwendet, da die Tagesgarderobe ausschließlich bequem gewählt wurde. Demnach hatte ich schon eher mehr als nötig gekauft und mit allem, was wir noch zur Geburt geschenkt bekommen haben, hätten wir noch ein weiteres Zwillingspärchen ausstatten können. Ich hätte nicht damit gerechnet, so viele Kleidungsstücke geschenkt zu bekommen (25 Paar Erstlingssocken!). Ist das immer so? Ich dachte, es werden eher Spielzeug oder Windeltorten verschenkt…
Auch sollte man sich überlegen, wie oft man die Waschmaschine anstellen möchte und davon die Kleidungs- und Spucktüchervorräte abhängig machen.
Müsste ich eine Zahl nennen, würde ich denken dass fünf Garnituren pro Kind vollkommen ausreichend sind.
Mit der Beikost wurde bei uns der beinahe tägliche Kleidungs-Wechsel und der Schlafanzug eingeführt. Bei Größe 62-68.
 
 
Die praktischsten Outfits
Unsere tagtägliche Uniform würde ich für Sommerbabys immer wieder so wählen: Wickelbody zum Knöpfen (es gibt auch welche mit Schleifen), bequeme Baumwollhose, Socken. An kühleren Tagen zusätzlich noch ein Baumwoll-Oberteil. An wärmeren Tagen nur einen ärmellosen Body und eventuell eine Shorts für die Niedlichkeit. Eine Jacke oder ein Overall ist sicherlich auch für Ausflüge an kühleren Tagen praktisch. Für den Herbst und Winter sind wir große Wollwalk-Fans geworden. Nun gibt es natürlich auch ein paar mehr Lagen: Kurzarm-Body, Strumpfhose, Hose und Pullover, Socken/ Krabbelschuhe. Fertig.
 
 
Die Fehlkäufe
 
Schlafanzüge/ Strampler mit Fuß sind bei uns immer zu kurz. (Kennt wer eine vom Preis-Leistungsverhältnis gute Marke ohne Füße?) Außerdem dauert das An- und Ausziehen beim Wickeln länger, wenn es keine Wickelleiste am Po gibt. Druckknöpfe können aber auf Dauer auch nerven.
Alles was über den Kopf gezogen wird und dazu noch Ärmel hat, ist der Feind meiner Kinder.
Jeans empfinde ich für Neugeborene und für etwas ältere Babys, die sich bewegen möchten, als sehr unbequem. Ebenso die meisten total niedlichen Kleider und Röcke, die eh nur hochrutschen.
Ungern angezogen habe ich außerdem Bodys und Oberteile, die am Rücken geknöpft werden. Das sind wohl noch Relikte von früher, als Neugeborene nicht auf dem Rücken, sondern auf dem Bauch gelagert werden sollten. Ich stelle es mir fies vor, stundenlang auf Knöpfen liegen zu müssen.
Wovon wir ja wirklich so einige Modelle gekauft und geschenkt bekommen habe, waren Mützen. Beim vergangenen Spätsommer wirklich unnötig und dann leider viel zu schnell zu eng geworden. Draußen waren die richtige Ausrichtung des Sonnensegels viel wichtiger und jeder Lufthauch ums Köpfchen herzlich willkommen. 
Die Flops sind aber wirklich meine subjektiven Erfahrungen und ich bin mir sicher, dass viele von euch das komplett anders weiterempfehlen würden. Sonst gäbe es ja nicht ein solch großes Angebot in der Babyabteilung ;-).
 
Was sind eure Babykleidungs-Tops und Flops?! Ich bin gespannt…ich wette, die Meinungen werden weit auseinander gehen. 

Ps.: Ein paar der besonders gut erhaltenen aussortierten Sachen inklusive vieler Frühchen-Kleidung, die hoffentlich bei uns nie wieder zum Einsatz kommen muss und die neu wirklich teuer ist, möchte ich gerne weiterverkaufen. Auf Instagram (Link in der Sidebar) erfahrt ihr dazu mehr…
 
PPs.: Besteht Interesse an weiteren Top und Flop-Themen?!

7 Kommentare

  1. Wir hatten ganz am Anfang gerne mal 5-8 Bodies pro Tag, hier wurde gierig getrunken und nachträglich entsorgt, was zu viel war. Für uns waren also eher 15 Bodies pro Größe dran.
    Und jede Größe bleibt hier länger in Gebrauch als die vorherige.

  2. Anonym sagt

    Hallo,
    Ich kenne das Problem mit den Schlafanzügen. Es gibt Einteiler ohne Füße von Name it, je nach Anbieter kostet der 2er Pack ca. 16-18 €. Das fand ich grade noch vertretbar. Außerdem ist die Qualität wirklich gut, meine Zwillinge haben sie sehr lange getragen. Wenn ich mich richtig erinnere, fallen sie eher etwas kleiner aus.
    Herzliche Grüße,
    Lea

  3. Ich habe meinem Sohn lange und gerne Sets angezogen. Body, passende Hose und Socken dazu. Feddisch. Fand ich zum Wickeln angenehm und für ihn den Anschein nach auch zum Anhaben 😉

    Seit er etwas größer ist – so ab Größe 68 und jetzt 74 – zieh ich ihm einfach gerne Strumpfhose und Pulli an. Wenn's raus geht noch ne Hose drüber und gut ist. Das empfinde ich grade als am Angenehmsten.

    Was die Jeans betrifft kann ich dir nur zustimmen. Ich habe eine Latzhose in Gr. 68 gekauft, weil ich sie einfach so niedlich fand. Aber: Sehr unpraktisch und irgendwie auch unbequem bzw schränkt sie ihn sehr in seiner Bewegungsfreiheit ein. Naja. Schade um die schöne Latzhose 😀 Die nächste Jeans werde ich erst wieder kaufen, wenn mein Sohn laufen kann. Und dann werden wir sehen, ob top oder doch wieder flop.

    Glg

  4. Huhu Lea, vielen Dank für den Tipp. Auch dieser Kommentar war einer der verschluckten, die ich erst heute gefunden habe. Lustigerweise habe ich gerade die frischgebadeten Früchtchen aber in genau diese Schlafis gesteckt. Sogar aus dem Sale 😉 Tut mir Leid für die späte Antwort!

  5. Unterschreibe ich alles! Mittlerweile ziehe ich aber auch Latzhosen/ Latzkleider an, die wir geschenkt bekommen haben und merke, dass sie trotzdem vorwärts kommen, weil mehr Power dahinter ist 🙂 Werde das aber mit dem weiteren Jeans-Kauf ähnlich halten! Guter Hinweis… Liebe Grüße!

  6. Da sieht man mal, wie verschieden die Babys ticken. Wir haben glaube ich 50 am längsten getragen. Alle andere Größen werden veratmet. (Tut mir leid für die total verspätete Antwort! Hab hier ein paar Kommentare übersehen…) Liebe Grüße

  7. Hallo,
    bei großgewachsenen Kindern kann ich nachvollziehen, dass Schlafanzüge mit Fuß schwierig sind. Wir haben bei unseren Zwillingen jedoch die Erfahrung gemacht, dass die Füße an den Schlafanzügen Goldwert waren, da unsere Kinder zu kalten Füßen neigen. Das Wickeln mit dem Einteiler war kein Problem. Es gibt einen schönen und super praktischen Schlafanzug von Engel Natur mit seitlicher Knopfleiste aus Wolle. Der hält warm und schützt, aufgrund der Eigenschaften von Wolle, vor Überhitzung.
    Empfehlen können wir dazu noch Schlafsäcke von Merino Kids, einer Neuseeländischen Marke ( gibt es im Internet), ebenfalls aus Wolle. Die sitzen super, schließen Hoch und auch dort ist der seitliche Reißverschluss praktisch. Mit dieser Ausstattung kommt man gut durch den Winter ?

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