Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schwangerschafts-Tagebuch

Die 23. Woche (22+0 bis 22+6)

Die vergangene Woche startete mit einem kleinen, mehrtägigen Kurzurlaub/ Familienbesuch. Das bedeutete für mich zunächst eine fünfstündige Autofahrt, die allerdings mit Kompressionsstrümpfen, dickem Kissen im Rücken und zwei Toiletten-Beinvertret-Pausen erträglicher als angenommen war. Auch der Rückweg nach selben Schema war kein Problem. Ansonsten hat sich alles ein bisschen nach Urlaub angefühlt – quasi der letzte vor dem besonderen Sommer: Gutes und reichliches Essen, schöne Momente, aber auch relativ viel Programm und Lauferei. Der Wal durfte sogar in sein Element – in eine Therme. Und hat dort mit den ganzen Rentnern Wassergymnastik gemacht. Bei jedem Beckenwechsel wusste ich dann, was Schwangere mit den Schwärmereien über die Schwerkraft unter Wasser meinen. So schön es auch war, so ganz mein Element wird es aber nicht. Ich bleibe vorerst lieber beim Yoga. Zum Ende des „Urlaubs“ hatte ich dann aber auch ein kleines schlechtes Gewissen und Bedenken, dass dann doch was mit meinem Muttermund sein könnte, wenn ich so viel durch die Gegend laufe. Vielleicht lag es aber auch nur mal wieder am näher rückenden Kontroll-Termin beim Gynäkologen. Somit …

Die 22. Woche (21+0 bis 21+6)

Die Woche startete mit einem ausgiebigen Baby-TV beim Pränatal-Zauberer zum Organ-Screening im 2. Trimester. Tagelang haben wir uns auf diesen Termin gefreut. Kurz vorher war ich allerdings wieder etwas nervös und malte mir sämtliche Anomalien aus. Schon nach 45 Minuten waren beide Kinder bis ins kleinste Detail vermessen. Alles sieht weiterhin genau so aus, wie es sein soll. Mit hübschen 3D- und Vektorenbildchen der Gesichter verließen wir also irre glücklich die Praxis. Übrigens ist das Mädchen weiterhin größer und schwerer als ihr Bruder. Das verfolgt uns schon seit der sechsten SSW. Es sind halt wirklich nur Geschwister mit unterschiedlichem Gen-Mix. Übrigens wiegen kleine Melonen hierzulande 1 kg, deshalb gibt es wieder zwei Hälften…für meine 400 g Schnuckis! Da gibt es im amerikanischen App-Heimatland wohl andere Obst- und Gemüsemaßstäbe… Im letzten Wochenbericht hatte ich vergessen zu erwähnen, dass nun mein Yoga-Kurs gestartet ist. Ich halte so ein bisschen Prophylaxe in den Problemzonen Rücken und Becken(-boden) für äußerst wichtig und für mich ist es definitiv besser, wenn mir jemand konkret sagt, was ich zu tun habe und …

Die 21. Woche (20+0 bis 20+6)

    Nun trage ich also zwei jeweils etwas mehr als 300 g schwere Mangos mit mir herum. Und die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden schon länger in meinem Bauch waren, als sie es noch sein werden, ist nicht so klein. Unfassbar! Die Woche fing mit einem Kontrolltermin an. Übrigens war das der erste bei dem ich vorher davon ausgegangen bin, dass alles okay ist. Denn die Gebärmutter wächst stetig, das ist ein guter Hinweis. Mein Arzt war richtig happy, dass er die beiden so gut und schnell für die Zweittrimester-Untersuchung vermessen konnte – alles gut in der (Einlings-) Norm! Außerdem liegen aktuell beide wieder in Steillage. Das hat zwar noch nichts zu bedeuten, lässt aber zum jetzigen Zeitpunkt die Sorge um eine operative Entbindung in den Hintergrund rücken.  Mangos und kurzzeitiges Frühlingswetter in der 21. SSW   Apropos Entbindung: Ich kann es ja immer noch nicht richtig fassen – ich werde demnächst irgendwann (hoffentlich erst in ein paar Monaten) entbinden! Ich! Und nun geht es auch ganz schnell und das nächste Etappenziel, die magische 24. …

Die 20. Woche (19+0 bis 19+6)

    Am Anfang meiner Schwangerschaft habe ich mich wirklich gefragt, warum man so oft hört/ liest, dass es anderen Frauen so vorkommt als würde die Zeit verfliegen. Die Wochen haben sich gezogen wie Kaugummi. Momentan würde ich allerdings auch behaupten, dass die Zeit rast! Langsam fühlt sich schon alles nach Halbzeit an. Die etwas schlecht zu kalkulierende Zwillingshalbzeit ist nämlich etwas dehnbarer… Ich kann wirklich täglich dem Bauch beim Wachsen zusehen. An die Zahlen auf der Waage möchte ich jetzt lieber nicht denken. Langsam merkt man mir wirklich an, dass da tatsächlich zwei kleine große Grapefruits drin sind. Ich wurde auch schon ein paar Mal unterwegs richtig angestarrt, sodass es sogar meinem Mann aufgefallen ist. Na gut, allerdings werden auch die ein oder andere Ostervöllerei oder mein Schokoladenfastenbrechen ihre Teile zu meiner aktuellen Figur beigetragen haben. Nun werde ich allerdings wieder mehr auf eine ausgewogene Ernährung achten, obwohl sich dank dem Osterhasen die ein oder andere Verlockung im Süßigkeitenschrank verbirgt… Ansonsten gibt es gar nicht so viel zu berichten. Mit 2,5 Wochen habe ich …

Die 19. Woche (18+0 bis 18+6)

    Wie schon zum Ende der 18. Woche hatte ich ziemlich oft Schmerzen im Bauch. Mal links, mal rechts, mal oben, mal unten. Manchmal wird da auch irgendetwas richtig hart. Mein Bauchgefühl (haha…Wortspiel) sagt mir aber ziemlich klar, dass es sich dabei um Dehnungsprobleme von Bänder- und Muskelgewebe handelt. Die gefühlt riesige Kugel und das Zentimetermaß stimmen mir zu, dass gerade alles ganz gut und schnell wächst. Nachdem ich meine tägliche Magnesium-Dosis verdoppelt habe, wurde es etwas besser. Ich finde das mit den Schmerzen etwas schwierig, weil ich natürlich absolut keine Erfahrungen mit Wehen habe und was Ernstes nicht verpassen oder herunterspielen will. Also ein bisschen Unsicherheit ist mal wieder da, aber ich habe mich mittlerweile damit abgefunden, dass das wohl nie wieder aufhört mit den Sorgen um die Kinder. Meine Gynäkologen-Freundin bestätigte mir auch nochmal, dass sie in ihren Notdiensten immer ganz viele Frauen mit ähnlichen Problemen beruhigen muss… Meine zwei Drachenfrüchtchen und der Bauch …etwas geschummelt, weil ich zu geizig war! Apropos Freundinnen – ich kann nicht unbedingt empfehlen, als Schwangere längere …

Die 14. Woche (13+0 bis 13+6)

    Der Anfang der Woche war für mich ein ganz langsam tickender Countdown bis zum lang ersehnten Urlaub. Die Arbeit wollte mir noch mal so richtig zeigen, was sie alles zu bieten hat: Eine stinkende Staubwand, trotzdem jede Menge Staub und Baulärm direkt neben meinem Computer, nicht nur in der Etage über mir. Total verrückte, unorganisierte Tage mit viel zu viel zu tun. Und am allerschlimmsten: Die retrospektive Erkenntnis, dass ich mit einem Patienten engeren Kontakt hatte, der mit einem Virus infiziert ist, das zu Fehlbildungen bei Ungeborenen führen kann. Da hatte ich natürlich wieder ordentlich Kopfkino und es hagelte Selbstvorwürfe. Auf das Thema werde ich allerdings nochmal konkreter in einem extra, rein informativen Post eingehen, damit vielleicht noch jemand aus meiner Naivität lernen kann. Irgendwie war ich so lange so intensiv damit beschäftigt schwanger zu werden, dass ich mich um die vorbereitenden Maßnahmen – hier eine Virus-Titer-Bestimmung im Blut die Auskunft über die Immunität gibt , für den Fall der Fälle, nicht gekümmert habe. Nun gut, jetzt kann man nichts mehr ändern und …

Die 13. Woche (12+0 bis 12+6)

    Am Anfang der Woche hatten wir unseren Termin beim Pränatal-Spezialisten. Da bei Zwillingen die Hormonkonzentrationen logischerweise anders als bei Einlingen sind, kann der Bluttest auf Trisomien nicht sinnvoll ausgewertet werden. Somit ist eine Ultraschalluntersuchung in der 13. SSW die verlässlichere Maßnahme. Ich wusste, dass die Nackenfalte gemessen wird und noch so ein paar andere Parameter hinzugezogen werden, um ein spezifisches Risiko zu berechnen. Die Stunde, in der wir das besondere Baby-TV genießen durften, war aber einfach der Wahnsinn. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass der Arzt einfach ein absolutes Supertalent ist oder/ und  die beiden auch einfach gut lagen (wie im Hochbett übereinander :-)) , wir haben einfach alles gezeigt bekommen! An diesen zwei winzigen 5 cm großen Wesen! Organe, Rippen, Hirnventrikel, Herzklappen. Ich kann das noch nicht mal alles richtig an einem großen Menschen darstellen! Dann haben sie noch gewunken und geturnt. Das war so cool! Mein Mann war auch richtig baff und total froh, den Termin wahrgenommen zu haben. Beinahe hätte er nämlich beruflich bedingt absagen müssen. Den beiden …

Die 12. Woche (11+0 bis 11+6)

    Die zwölfte Woche ist geschafft! Ich finde es nach wie vor surreal, dass es von mir Beiträge über Schwangerschaftswehwehchen gibt. Die kommen doch eigentlich immer von den anderen. Aber so langsam kommt in meinem kleinen Hirn an, dass zunächst einmal die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt nur noch sehr gering und die zweier Babys im Sommer relativ groß ist. Zwar kann natürlich noch alles passieren, was die Natur so in ihrem Programm hat, aber die Statistik findet den allerschlimmsten Ausgang nicht mehr wahrscheinlich. Das ist verrückt. Sollten meine Arbeitstage wirklich gezählt sein? Sollte ich wirklich bald Umstandsmode tragen und eine Kinderausstattung organisieren müssen/ dürfen? diese Winzlingsfeigenhälften sind wohl rein symbolisch, in Realität müssten hier zwei dicke Feigen liegen – momentan aber leider wohl nicht die beste Erntezeit 😉 Weiterhin gibt es über keine nennenswerten Komplikationen zu berichten. An Energie und Nährstoffen sollte es den beiden wirklich nicht mangeln. Ich darf mir schon viele Sprüche von meinem Mann anhören. Aber irgendwie muss man diese Fressattacken auch mit Humor nehmen, da hat er schon recht. Die Waage …

Die 11. Woche (10+0 bis 10+6)

Die Woche startete mit einem vollkommen beschissenen Arbeitstag. Die Anforderungen an mich waren nicht mehr vereinbar mit meinen Kräften. Irgendwann hätte ich am liebsten im Fahrstuhl angefangen zu heulen, als dieser immer wieder nach unten fuhr, obwohl ich nach oben wollte. Meine nette Kollegin hat dem ganzen Tag dann aber noch zu einem tollen Ende mit einer Runde Baby-TV verholfen. Es ist schon verlockend und luxuriös, wenn dieses tolle Hightech-Ultraschallgerät so greifbar ist. Ich war mir gar nicht sicher, ob man über die Bauchdecke schon etwas sehen kann. Aber sofort waren die zwei Fruchthöhlen sichtbar – mit zwei zappelnden kleinen Menschlein! Wir konnten Arme und Beine sehen und sogar bei Turnübungen zuschauen. Das war einfach nur toll! Ich glaube, ich kann das jetzt aber nicht zu oft machen, weil mein Mann sonst neidisch wird. Mir ist auch bewusst, dass theoretisch die Gefahr besteht, dass wir durch solche Spielereien etwas Unschönes entdecken könnten. Aber dann kann ich natürlich immer noch meinen Gynäkologen konsultieren.   Ansonsten ist alles weiterhin relativ unspektakulär. Ich habe nach wie vor das …

Die 10. Woche (9+0 bis 9+6)

    Der Anfang der Woche verlief sehr unspektakulär. Der Arbeitsalltag strengt mich wahnsinnig an. Durch einen personellen Engpass gibt es noch viele Extraaufgaben zu erledigen, wobei es mich in der jetzigen Situation da wohl noch besser trifft als so manche Kollegen. Trotzdem wünsche ich mich zwei Stunden vor Dienstende regelmäßig in mein Bett und am Abend liege ich wie eine Qualle auf der Couch. Neben Arbeiten und Schlafen tue ich noch eins, nämlich Essen. Das könnte ich pausenlos machen. Wenn es nämlich zu lange Pausen gibt, wird mir schlecht. Ich probiere es möglichst gesund, ausgewogen und vollwertig zu halten, wurde jetzt aber auch des Öfteren bei Fastfood schwach. Die Abneigung gegen Süßkram hat auch ein Ende gefunden. Außerdem liegt jetzt immer eine Dose mit Apfelstückchen auf meinem Nachttisch, weil das mit den Essenspausen und der Übelkeit auch in der Nacht vorkommt. Dadurch wächst und gedeiht natürlich alles an und in mir prächtig. Mein Mann hatte mich überredet, die erste Umstandshose zu bestellen. Sie sitzt perfekt und ist wahnsinnig bequem und sogar unauffällig, wenn ich …