Familie, Tagebuch
Schreibe einen Kommentar

Die 20. Woche (19+0 bis 19+6)

 

 

Am Anfang meiner Schwangerschaft habe ich mich wirklich gefragt, warum man so oft hört/ liest, dass es anderen Frauen so vorkommt als würde die Zeit verfliegen. Die Wochen haben sich gezogen wie Kaugummi. Momentan würde ich allerdings auch behaupten, dass die Zeit rast! Langsam fühlt sich schon alles nach Halbzeit an. Die etwas schlecht zu kalkulierende Zwillingshalbzeit ist nämlich etwas dehnbarer…
Ich kann wirklich täglich dem Bauch beim Wachsen zusehen. An die Zahlen auf der Waage möchte ich jetzt lieber nicht denken. Langsam merkt man mir wirklich an, dass da tatsächlich zwei kleine große Grapefruits drin sind. Ich wurde auch schon ein paar Mal unterwegs richtig angestarrt, sodass es sogar meinem Mann aufgefallen ist.
Na gut, allerdings werden auch die ein oder andere Ostervöllerei oder mein Schokoladenfastenbrechen ihre Teile zu meiner aktuellen Figur beigetragen haben. Nun werde ich allerdings wieder mehr auf eine ausgewogene Ernährung achten, obwohl sich dank dem Osterhasen die ein oder andere Verlockung im Süßigkeitenschrank verbirgt…
Ansonsten gibt es gar nicht so viel zu berichten. Mit 2,5 Wochen habe ich die bisher größte Kontroll-Termin-Pause. Und komischerweise bin ich recht gelassen. Denn: wachsende Gebärmutter = wachsende Kinder, so meine Hoffnung. Eine schlimme Stunde gab es aber. Da hatte ich wirklich sehr schlimme Unterbauchschmerzen. Die waren schon vom Kaliber Menstruation bei Endometriose oder starke Blasenentzündung. Teilweise wurde mir richtig schwarz vor Augen. Es war auch egal, ob ich lag oder mich bewegt habe. Nach ein bisschen Wärme und Ablenkung wurde es aber auch wieder besser bzw. war wieder ganz weg. Keine Ahnung, was da los war… Hat jemand eine Erklärung dafür oder gar ähnliches erlebt?
Die Woche war geprägt von Familientreffen und natürlich von der großen Spielzeug-Sortieraktion. Ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr so 100%-ig mobil bin. Am Nachmittag war ich immer richtig kaputt und alles tat weh. Dafür haben wir aber auch einige Schätze ausgegraben, viele Kisten zum Verkaufen/ Spenden gepackt und einige Säcke Müll gefüllt. Durch sind wir leider noch längst nicht…
Echt erstaunlich war, dass Kuscheltiere und Duplos nach einer 30°C-Feinwäsche mit Hygiene-Spüler und einer kleinen Bürsten-/Handtuchnachbehandlung größtenteils wieder wie neu aussahen. Da fiel es mir teilweise echt nicht leicht, nur die Sahnehäubchen rauszupicken. Denn natürlich sollen unsere Kinder nicht nur vererbte Spielsachen bekommen. Und ich befürchte, dass sich bei der mittlerweile großen Euphorie unserer Angehörigen die (noch nicht vorhandenen) Spielzeugkörbe auch so schon schnell genug füllen werden.
Wie handhabt ihr das eigentlich? Haben eure Kindersachen überlebt?
Mittlerlweile gibt es auch ein paar erste Fortschritte im Kinderzimmer zu vermelden. Es wurde komplett ausgeräumt, gereinigt und ist schon wieder mit den Möbelkartons vollgestellt. Am Wochenende wurden diese auch noch um Wickelkommode und zwei Betten ergänzt. Ich fühle mich momentan wie ein richtiger Konsum-Junkie. Nun sind aber wirklich die größten, teuersten Anschaffungen alle getätigt. Wir sind vielleicht doch etwas früh dran, allerdings wissen wir ja nicht, wie früh die Babys letztendlich dran sein werden und wie lange ich noch so richtig mobil bin. Deshalb ist es mir so lieber.
Zum Schluss der mitterlweile wöchentliche Kurz-Steckbrief:
Vermisse ich etwas?  aktuell gar nicht
Heisshunger? es gab genug Leckerein, da musste ich nicht hungern
 Wehwechen? Schmerzen im Unterbauch, Krämpfe in den Waden
Bauch? wird von Fremden angestarrt, ich hätte nicht erwartet, dass auch Schlafi-Hosen zu eng werden :O, Oberteile finde ich allerdings noch ein paar im Schrank
 Stimmung?  gut und vorfreudig
 Highlight der Woche? alte Erinnerungen und Sentimentalitäten beim Spielzeugsortieren
Worauf freue ich mich? das Organ-Screening ist schon ganz bald
Anschaffungen? zwei Gitterbettchen und eine Wickelkommode
 

 

0 Kommentare

  1. Hmm, nein, die Schmerzen wie du sie beschreibst kenne ich nicht. Aber wenn sie wieder weg sind ist's ja gut.

    Spielsachen haben von mir bestimmt ein paar überlebt. Aber wo die sind… 😀

    Fand es auch krass wie viel Geld da schwuppdiwupp weg ist. Kinderwagen, Wickelkommode, etc. pp. Aber umso krasser – und schöner – finde ich es immer noch, dass tatsächlich ICH all diese Sachen gekauft und nun hier habe. Ich. Für unser Kind. Immer noch echt krass.

  2. Oh ja, du sagst es! Deshalb tut das auch gar nicht so weh soviel Geld auszugeben, sondern macht eher vorfreudig und stolz! Oh weia, bestimmt weiß die Baby-Industrie auch um dieses Phänomen 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.