Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schwangerschafts-Tagebuch

Die 33. Woche (32+0 bis 32+6)

Und auch diese Woche ist tatsächlich geschafft. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet bzw. ist es wahrscheinlich nur durch eine glückliche Verkettung von Ereignissen so gekommen. Langsam entspanne ich mich etwas und akzeptiere die Situation. Fünfzig fehlende Tage im Bauch sind kein Weltuntergang mehr. Es ist nach wie vor unglaublich belastend, dass es jeden Tag soweit sein könnte und dass ich genau weiß, meine Kinder nicht natürlich gebären und sie unmittelbar danach bei mir zu haben. Aber meine Bedürfnisse stehen schon seit Tagen ganz hinten an. Alles was zählt ist einfach nur noch, dass es den beiden gut geht. Und auch wenn ich mit dem Gefühl kämpfe, sie in ihren ersten Lebensstunden und –tagen im Stich zu lassen, weiß ich eigentlich, dass sie das noch alles gar nicht richtig mitkriegen werden. Und dass höchstwahrscheinlich relativ schnell alles gut werden wird.   Bis zu den zwei Honigmelonen haben wir es tatsächlich mit euch süßen Früchtchen im Bauch geschafft!   Leider gab es am Anfang der Woche wieder einen derben Rückschlag. Während bei der letzten Dopplerkontrolle alles …

Die 32. Woche (31+0 bis 31+6)

ACHTUNG: dies ist ein sehr emotionaler Post, in dem viel gejammert wird! Wer lieber bei meinen sonst eher heiteren Berichten bleiben möchte, der sollte nun nicht mehr weiterlesen…   Ich bin mir nicht sicher, ob dies die längste oder kürzeste Woche ist, die ich hier zusammenfasse. Eigentlich verging die Zeit natürlich so schnell oder langsam wie sonst auch. Für mich fühlt sich allerdings auf einmal alle ganz anders an. Jeder gewonnene Tag ist ein emotionaler Kraftakt und Festtag zugleich. Der Bericht wird auch nicht unmittelbar veröffentlicht. Mir ist momentan einfach nicht danach, diese Geschichte in die Welt hinauszuposaunen, ohne dass ich den Ausgang besser abschätzen kann. Mit all den lieben Menschen, die sich mit uns Sorgen machen, kann ich momentan nicht so viel anfangen. Denn stark sein für diejenigen, die sich gar nichts unter einer Frühgeburt vorstellen können und unsere Situation noch weniger packen können als ich selbst, kann ich momentan nicht auch noch. Deshalb igel ich mich weitestgehend ein.   Den Wassermelonen-Status werden wir sowieso nicht erreichen. Allerdings seid ihr jeweils so groß und …

Die 31. Woche (30+0 bis 30+6)

Nun steht also die drei vorne, ohne dass man sie noch wegdiskutieren könnte. Das ist sehr beruhigend. Trotzdem ist wohl der richtig schöne Teil meiner Schwangerschaft vorbei. Damit habe ich mich nun abgefunden. Zwar stecken wir uns schon ganz vorsichtig die nächsten Etappenziele, aber dass spätestens beim nächsten Arzttermin die Entscheidung fallen kann die beiden frühzeitig zu holen, bleibt immer als dunkler Schatten im Hinterköpfchen.  Ein bisschen verschwimmen langsam die Tage: Aufstehen, klitzekleine Erledigungen nach denen ich mir vorkomme als hätte ich gerade ein Zirkeltraining absolviert, Ausruhen, Essen, Ausruhen, To-Do-Liste abarbeiten, Ausruhen, Essen, Schlafen. Das liest sich ziemlich langweilig – ist es auch. Allerdings kann ich mit Langeweile gerade gut leben. In der 31. SSW seid ihr zwei immer noch so groß und schwer wie jeweils eine Ananas, diese Verarbeitungsform war definitiv das Top 1 Gelüst in der ersten Schwangerschaftshälfte… An manchen Tagen fühle ich mich wirklich richtig schwanger. Fieser Druck nach unten, ständig wird der Bauch hart, alle festen Schuhe sind furchtbar eng und selbst die Oma-Socken ohne Bund machen Furchen. Essen ist bah …

Die 30. Woche (29+0 bis 29+6)

Noch nie war ich so froh, dieses Update schreiben zu dürfen und weiterhin schwanger zu sein! Da können mir wirklich Schwüle, dicke Beine, Ischias und all die fiesen Freunde nichts anhaben. Natürlich war es keine schöne Woche. Die Sorge um unseren Babyjungen hat mich wirklich beinahe aufgefressen. Es ist erschreckend, wie angefressen und ängstlich mein Gesicht auf den wöchentlichen Bauchfotos im Vergleich zur Vorwoche auf einmal aussieht. Mir war gar nicht bewusst, wie schlimm ich aussehe, bis ich das Bild angeguckt habe. Dabei habe ich mir große Mühe gegeben, mich so wenig wie möglich zu stressen. Das hilft den beiden ja auch nicht beim Wachsen. Aber es sagt sich leichter als es ist.  Vor wenigen Wochen seid ihr bloß zwei Ananas-Hälften gewesen, nun jeweils aber schon so groß und schwer wie die ganze Frucht; eine kleine und eine große Ananas selbstverständlich 😉 Ich habe viel nachgedacht, etwas recherchiert, Szenarien mit mir selbst oder zusammen mit meinem Mann (ein absoluter Optimist) durchgekaut. Teilweise ist auch meine Angst in eine ganz leichte Wut umgeschlagen. Immerhin ist der …

Die 29. Woche (28+0 bis 28+6)

Während in der vergangenen Woche vielen Ängste, Sorgen und Problemen dominierten, war diese Woche zum größten Teil wieder viel entspannter und weckte wieder relativ viel Zuversicht in mir. Nicht zuletzt übrigens auch durch die vielen aufbauenden Kommentare, die mich hier und gerade auch auf Instagram erreichten. Es freut mich total, dass auch so viele der Instagram-Mädels immer hier vorbei schauen. Also nur weiter so! Ich beschloss, dass ich sowieso nicht sonderlich viel an der Situation ändern kann und weiter die Tage so gut es noch geht, genießen sollte – mit etwas reduzierter Action. Wir packten noch einige Projekte im Haus an und haben jetzt tatsächlich ein Kinderzimmer, welches sich als solches zu erkennen gibt. Nur ein Hochstuhl muss noch fertig aufgebaut und der Kinderwagen in die Garage verfrachtet werden. Aber das hat ja noch Zeit.  Bei aller Liebe für die beiden kleinen Geschöpfe und allem Ergeiz für die Foto-Aktion, zwei Kilo Kürbis schmecken im Frühling/ Sommer euren Eltern nicht! Deshalb gibt es nur dieses heimliche Supermarkt-Foto! Außerdem habe ich eine nach Größen sortierte Liste der …

Die 28. Woche (27+0 bis 27+6)

Zuerst muss ich mich noch mal für die ganze Resonanz auf meine Schubtheorie von letzter Woche bedanken. Gerade auch auf Instagram und in meinem Posteingang hatte ich ganz viele liebe Nachrichten, dass ich da nicht alleine bin mit der Vermutung. Tja, dann läuft die Tatsache wohl momentan wohl unter dem Namen „der Frollein Doctor’sche Wachstumsschub“, weil ich dazu immer noch nichts offizielleres gefunden habe. Naja, den Nobelpreis werde ich dafür wohl trotzdem nicht für bekommen… Die Woche startete mit einem Arzttermin. Zum ersten Mal durfte ich auch den Herztönen beim CTG lauschen. Leider war es auch der erste Arzttermin seit langem, der mich mal nicht richtig beruhigt hat. Zwar ist der Muttermund nicht zu beanstanden und ich darf weiterhin rumwuseln. Aber die beiden Süßen liegen leider nicht mehr perfekt für eine nicht-operative Geburt (Kopfkino Kaiserschnitt geht an, obwohl es noch viel zu früh für eine solche Entscheidung ist) und der Gynäkologe äußerte nachdem er ein bisschen mit dem Dopplergerät herumgefummelt hatte den Verdacht, dass die beiden Plazenten schon nicht mehr optimal arbeiten (Kopfkino Frühgeburt geht …

Die 27. Woche (26+0 bis 26+5)

    In der ersten Wochenhälfte ging es mir irgendwie gar nicht so prickelnd. Wahrscheinlich hatte ich mich bei den Vorbereitungen und bei einer eigentlich klitzekleinen, unspektakulären Feier bei uns zu Hause doch etwas übernommen. Oder/ und es handelte sich mal wieder um die typische Schwäche-Phase vor dem Wachstumsschub. In der Literatur bin ich darüber bislang ja noch nicht gestolpert: Komischerweise geht es mir nämlich immer für ein paar Tage schlecht und anschließend ist der Bauch definitiv dicker. Geht/ ging es noch jemandem so? Gibt es vielleicht schon vorgeburtliche Schübe? Oder interpretiere ich da zu viel? Auf jeden Fall bestanden so meine Tage lediglich aus Ausruhen und dem Erledigen der allernötigsten Hausarbeit sowie aus der einen Yoga-Stunde, bei der ich erstaunlicherweise ganz gut mitmachen konnte. Anschließend erlebte ich noch meinen persönlichen Tiefpunkt-Tag, an dem mir einfach alles weh tat, alles zu viel war und alles nervte. Beim Einkaufen habe ich noch nicht mal ein passendes Wochen-Obst oder Gemüse gefunden.  In der 27. SSW seid ihr so groß wie zwei dicke Papayas, die man hier aber …

Die 26. Woche (25+0 bis 25+6)

Diese Woche war im Vergleich zur letzten Woche schön, eigentlich würde es bärenstark besser treffen: Bärta, Bärnhard, Bärbel und Bärtram sind bei uns eingezogen. Aber dazu später mehr. Gehen wir lieber chronologisch vor… Die Woche startete mit dem obligatorischen Gynäkologen-Besuch, diesmal zusätzlich mit dem Screening-Test auf Gestationsdiabetes. Die beiden dicken Papaya-Babys wachsen weiterhin fleißig, alles sieht gut aus. Riesen Stein ist gekullert. Ich rechne ja nun bei jedem Messen mit einer Muttermundverkürzung und Bettruhe so wie das immer drückt. Aber ich darf weiter rumwuseln. Vom Zuckerzeug war ich jetzt nicht gerade angetan. Da ich den Test aber nur in groß (mehrere Blutabnahmen, u.a. nüchtern) kannte, wurde ich dann positiv überrascht schon nach einer Stunde und einem Stich fertig zu sein. Als PCO-Kandidatin macht man sich natürlich schon Gedanken um das Ergebnis. Aber der Wert war top. Das lange Wochenende verbrachten wir buntgemixt mit Partys, schönen Unternehmungen, Entspannung in der Natur und weiteren Vorbereitungen. Nach letzter Woche war es mir ein großes Anliegen zwei Schnuffeltücher zu kaufen, die schon mal unseren Geruch annehmen. Denn sollten die …

Die 25. Woche (24+0 bis 24+6)

Die Woche fing ehrlich gesagt nicht ganz so schön an. Ich hatte aus überflüssigen Gründen einen doofen Streit mit meinem Co-schwangeren Mann. Da ich so nicht einschlafen konnte zog ich irgendwann sogar von meinem Bett auf die Couch um und streifte noch ein bisschen durchs www. Das mach ich sonst nie. Dabei erfuhr ich dann von einer richtig traurigen Geschichte. Eine ebenfalls nach Kinderwunschbehandlung Pärchen-Zwillingsschwangere, die mir bloß eine Woche voraus war, erlebte völlig unerwartet eine richtige Tragödie. Am nächsten Morgen sollte sich herausstellen, dass ihrer Tochter nicht geholfen werden konnte. Wenn ich es richtig gedeutet habe, ist ihr Sohn nun ein Extrem-Frühchen auf Intensivstation. Ohne dass ich diese Familie persönlich noch virtuell richtig kenne, berührte mich diese Geschichte unglaublich. Schließlich könnte es auch unsere sein! Manchmal ist die Natur so grausam und das Schicksal so fies. Da fehlen mir die richtigen Worte… Aber es zeigte mir wirklich deutlich, dass Streitigkeiten unseren beiden Wundern nicht fair gegenüber sind. Dass wir alles, was in unserer Macht steht (es ist ja nicht viel!), tun sollten, dass es …

Die 24. Woche (23+0 bis 23+6)

Immer wenn ich diesen Bericht tippe, denke ich: so viel ist doch jetzt gar nicht passiert in der letzten Woche. Aber dann fallen mir doch ganz viele Dinge ein, die ich bezogen auf meine Schwangerschaft gerne festhalten würde. Aber von der vergangenen Woche habe ich nun wirklich mal kaum etwas zu erzählen. Ich bin halt gerade wirklich eine ganz normale, langweilige Schwangere, wie mein Frauenarzt so schön sagte. Toi toi toi, dass das noch lange so bleibt. Immer noch meine zwei Auberginen im Schlepptau, die werden nun aber gefüllt und aufgegessen 😉 Wehwehchen und Beschwerden nehmen genau wie Gewicht und Bauchumfang weiter stetig zu. Ich werde langsam wirklich unbeweglich und schlapp. Schon bei mittelschwer-leichten Hausarbeiten oder Spaziergängen kriege ich Pudding-Beine. Schlafpositionen finden ist bäh und nach üppigem Essen bin ich eine halbtote Qualle. Aber so soll es sein. Und genau aus diesem Grund bin ich ja im Beschäftigungsverbot und kann Ruhepausen in meinen Tag integrieren. Und es gibt definitiv Schwangere, die es härter trifft. Und ich habe mir diese Situation sehnlichst herbeigewünscht. Deshalb gehe ich …