Monate: August 2015

Metformin bei PCOS – ein Erfahrungsbericht

    Als ich damals in diesem verhassten Stuhl saß und das Elend auf den Ultraschall-Monitor des Gynäkologen sah, erinnerte ich mich sofort an eine Situation aus meiner Studienzeit, die nun schon ein paar Jahre her ist. Im Rahmen einer Studie wurden PCOS-Patientinnen mit Metformin behandelt. Ich war mehrfach bei Nachsorgegesprächen dabei und es war immer das Gleiche. Die Frauen sind der Ärztin um den Hals gefallen. So viele missglückte Versuche, nun einfach ein paar Pillen und dann schwanger. Einige Frauen hatten sogar die lebenden Beweise direkt mitgebracht. Sollte das also alles ganz einfach werden? Relativ zügig kamen aber erste Zweifel. Eigentlich ist Metformin ein Medikament, was bei Alters-Diabetes gerne eingesetzt wird. Wie es genau wirkt, ist nicht so richtig geklärt. Am ehesten hemmt der Wirkstoff die Zucker-Neubildung in der Leber. Es wird aber auch vermutet, dass die Zucker-Aufnahme aus dem Darm verringert wird und die Zucker-Aufnahme in den Muskel gesteigert wird. Somit senkt die Tablette den Blutzucker. Außerdem stellt sie den Darm auf den Kopf und führt deshalb zur Gewichtsreduktion. Gynäkologen verschreiben Metformin „off …

Das dunkelste Schokoladeneis der Welt

Der Grund, warum bei uns eine Eismaschine einziehen durfte, war die Tatsache, dass es die Eisdiele mit dem weltbesten Schokoladen-Sorbet nicht bei uns in der Nähe gibt. Also, das war der Grund für meinen Mann. Ich mag Schokoladeneis gar nicht so gerne. Das besondere an diesem Eis ist definitiv der unübertreffbar hohe Kakaogehalt, der geringe Zuckeranteil und die fehlenden Milchprodukte. Somit ist das Eis für alle Schoki-Liebhaber mit Lactose-Intoleranz der Himmel auf Erden! Und Glutenfrei ist es auch. Und eigentlich auch gar nicht so ungesund. Im Vergleich zu anderen Schokoladeneissorten ist es weniger süß. Man muss wirklich auf den etwas herben Zartbittergeschmack stehen. Hier wird es jeden Sonntag einmal zubereitet und deckt dann den Schokoladenbedarf meines Mannes für gut eine Woche. Das Rezept wurde mehrmals angepasst und optimiert, sodass es mittlerweile mehrere Versionen gibt. Momentan wird eine Variante favorisiert, die kein richtiges Sorbet mehr ist, weil sie Sahne und Eigelb enthält. Dadurch wird das Eis ein bisschen cremiger. Für ca. 900 ml: –       700 ml Wasser (90°C) –       150 g Schokolade mit 70% Kakaoanteil –       …

Frozen Joghurt

Für einen Kochabend mit dem Thema „Orient“ brauchte ich ein kreatives Eisrezept. Ich suchte aber bei den Temperaturen und den geplanten Vor- und Hauptspeisen nach etwas leichterem als Datteln- oder Feigen-Cremeeis. Da ich noch Granatapfelkerne in der Tiefkühltruhe hatte, entschied ich mich diese mit einem modernen Klassiker zu kombinieren und noch mit einer Extraportion Honig zu garnieren. Die Herstellung ist mal wieder super fix und einfach. Für 550 ml: –       350 mg Joghurt 0,1% Fettanteil –       80 mg Puderzucker –       Saft und Abrieb von 1 Limette –       1 EL flüssiger Honig Alle Zutaten vermischen und ab geht es in die Eismaschine für 40 Minuten!  

Basaltemperatur – ein Erfahrungsbericht

    Schon ziemlich bald nach dem Absetzen der Pille hatte ich so ein Bauchgefühl, dass etwas nicht stimmt. Wann soll in diesem Zyklus  bitte ein Eisprung gewesen sein? War da überhaupt einer? Wann ist überhaupt Zyklustag eins? Ich wollte es einfach mal überprüfen, ohne gleich stärkste Geschütze auszufahren. Also steckte ich mir sporadisch am Morgen nach dem Aufwachen das Thermometer in den Mund, wartete bis es piepte und trug den Wert in eine Kurve ein. Daraus entwickelte sich ein undurchschaubares Zick-Zack. Ich gab es erst einmal wieder auf. Ein paar Monate später war ich auf Grund meiner Monsterzyklen dazu bereit ernsthafter Zyklusmonitoring zu betreiben. Das war vor mehr als einem halben Jahr. Im Grunde ist das Messen mittlerweile so in meinen morgendlichen Trott integriert, dass ich es auch an den Tagen mache, an denen es ganz sicher keine Relevanz hat. Einfach weil es zum Aufwachen dazu gehört. Damals hatte ich mir Grundprinzipien angelesen, z.B. hier oder hier. Dort findet man wirklich viele Infos und Tipps. Deshalb will ich darauf auch nicht besonders eingehen. Worüber …

Hautpflege bei PCOS

Eigentlich soll dies kein Beautyblog werden. Sowas können nämlich andere definitiv besser. Allerdings habe ich vor gut einem Jahr ziemlich verzweifelt nach konkreten Ratschlägen zu Hautpflege bei Post-Pille-Anke (kriege ich für diesen neuen Fachbegriff einen Preis?) und später auch nach speziellen Hautpflegetipps bei PCOS gesucht. Auch wenn jede Haut individuell auf Belastungen, Hormone und Pflege reagiert und es kein Patentrezept gibt, hätte ich mich über Erfahrungsberichte gefreut. Aus diesem Grund habe ich nun meine Helferchen zur Bekämpfung von Pickeln, Fett und Co einmal zusammen gestellt: 1. Pflegeprodukte und Gesichtswasser für Sensible Haut Bedingt durch den hohen LH- und Androgen-Spiegel im Blut sind Haut und Haare sehr, sehr fettig. Es fällt mehr Talg an, die Hautdrüsen entzünden sich und es entstehen Pickel. Meine ersten Kampfversuche startete ich mit relativ scharfen Waschgels. Auch legte ich mir ein mattierendes Gesichtswasser für fettige Haut zu, welches ich mehrmals täglich benutzte um Fett abzutragen. Rötungen und Pickel breiteten sich weiter aus, der Fettfilm wurde eher mehr und nicht weniger. Auch kratzte ich mir häufig Stellen auf, sodass es zu unschönen …

Pistazien-Eiscreme

Bei diesem Rezept ist leider nicht mehr so viel von „gesund“ wie bei den vorherigen übrig geblieben. Da die Jury es aber als „besseres Pistazieneis als in der Eisdiele“ befunden hat, will ich es nun trotzdem hier mit euch teilen: Für 500 ml:  –     25 mg Pistazienkerne, gemahlen –     2 EL Pistazien-Streichreme (z.B. von Rewe) –     100 ml Sahne –     150 ml Milch –     Schuss Zitronensaft/ Zitronenabrieb –     2 Eigelb –     3-4 EL Zucker –     Erdbeeren zum Garnieren Sahne-Milch-Mischung, Zitrone, ¾ der gemahlenen Pistazien und Pistaziencreme kurz unter Rühren aufkochen lassen, für ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln und dann mindestens 30 Minuten abkühlen/ziehen lassen. Anschließend Eigelb und Zucker schaumig quirlen, alles zusammenrühren. Ich habe die Masse dann für 50 Minuten in die Eismaschine gegeben und anschließend noch mal für 2-3 Stunden eingefroren. Durch die fettreiche Creme war die Masse trotzdem noch relativ weich, auch am Folgetag war das Eis sehr cremig und überhaupt nicht festgefroren. Wer es etwas gesünder mag oder keine Streichcreme im Haus hat, dem empfehle ich die doppelte Menge Pistazienkerne und etwas mehr Zucker. Vor dem Servieren …

Rhabarber-Eis, Sommertrend 2015?!

Es kommt schon mal ab und zu vor, dass wir Gäste zum Eisessen einladen, die sich dann vorher eine Sorte wünschen dürfen. Immerhin betreiben wir ja eine kleine Wochenend-Eisdiele! Rhabarber sollte es diesmal sein. Das habe nämlich dieses eine Eisgeschäft in der Innenstadt seit ein paar Wochen im Programm und es sei zur Lieblingssorte geworden. Ich erinnerte mich, im Urlaub an der Nordsee hatte ich es im vergangenen Sommer auch mal bestellt und war begeistert! Die Rhabarberzeit ist ja schon etwas länger vorbei. Deshalb bin ich von frischem Rhabarber als Zutat abgewichen und habe mir ein verblüffend einfaches, ziemlich kalorienarmes und super leckeres Rezept ausgedacht. Richtig schön erfrischend und leicht säuerlich schmeckt das Resultat!  Für ca. 500 ml: –     250 ml Rhabarber-Nektar (z.B. Beckers Bester)–     75 ml Sahne –     100 ml Joghurt 0,1% Fett –     Agavendicksaft  Ich habe außerdem noch verwendet: –     großzügiger Schuss Melissen-Sirup –     etwas frische Minze Kurz alles zusammenrühren, dann ab in die Eismaschine für 40 Minuten (wenn alle Zutaten vorher gekühlt waren). Na, ist das eine neue Trendsorte? Oder doch schon …

Blitzschnelles Weiße Schokolade-Cocos-Eis

Weiße Schokolade-Cocos-Eis klingt lecker, kalorienreich und wahnsinnig kompliziert. Bis auf ersteres, also lecker ;-), stimmt davon aber nichts. Es hat einen begrenzten Fettanteil (<3,8%) und ist verdammt einfach und schnell zuzubereiten, wenn man eine Eismaschine besitzt. Es lässt sich auch nach einem langen Arbeitstag noch blitzschnell zaubern. Eigentlich ist es so einfach, dass es mir fast schon peinlich ist, es zu verbloggen. Aber genug der Vorworte. Hier das Rezept: Für ca. 500 ml: –     2 Becher Almighurt (Weiße Schokolade-Cocos)–     100 ml Milch Am besten schon im Behälter der Eismaschine zusammenkippen, Eismachine für 40 Minuten anmachen – und verschlemmen. Wer noch weiter Kalorien und Fett reduzieren möchte, kann natürlich auch auf einen weniger Fett-haltigen Joghurt zurückgreifen. So zügig das Eis gemacht ist, so schnell sollte es auch verspeist werden. Da kein Ei oder ähnliches verwendet wird, wird es wenn es einmal im Tiefkühler gelandet ist, nur noch bedingt cremig beim Antauen. Also am besten lieber in kleinen Mengen machen und sofort aufessen! Viel Spaß beim Ausprobieren!