Monate: März 2016

Die 20. Woche (19+0 bis 19+6)

    Am Anfang meiner Schwangerschaft habe ich mich wirklich gefragt, warum man so oft hört/ liest, dass es anderen Frauen so vorkommt als würde die Zeit verfliegen. Die Wochen haben sich gezogen wie Kaugummi. Momentan würde ich allerdings auch behaupten, dass die Zeit rast! Langsam fühlt sich schon alles nach Halbzeit an. Die etwas schlecht zu kalkulierende Zwillingshalbzeit ist nämlich etwas dehnbarer… Ich kann wirklich täglich dem Bauch beim Wachsen zusehen. An die Zahlen auf der Waage möchte ich jetzt lieber nicht denken. Langsam merkt man mir wirklich an, dass da tatsächlich zwei kleine große Grapefruits drin sind. Ich wurde auch schon ein paar Mal unterwegs richtig angestarrt, sodass es sogar meinem Mann aufgefallen ist. Na gut, allerdings werden auch die ein oder andere Ostervöllerei oder mein Schokoladenfastenbrechen ihre Teile zu meiner aktuellen Figur beigetragen haben. Nun werde ich allerdings wieder mehr auf eine ausgewogene Ernährung achten, obwohl sich dank dem Osterhasen die ein oder andere Verlockung im Süßigkeitenschrank verbirgt… Ansonsten gibt es gar nicht so viel zu berichten. Mit 2,5 Wochen habe ich …

Ovulationstests bei PCOS – ein Erfahrungsbericht

Als mir vor Jahren mal eine Freundin mit langjährig unerfülltem Kinderwunsch von Ovulationsstreifen erzählte, fragte ich mich echt, ob man so etwas wirklich braucht. Aber dann war ich plötzlich selbst an meinem ersten Tiefpunkt der eigenen Kinderwunsch-Geschichte: kein Zyklus seit Wochen, die Basaltemperatur ist die reinste Achterbahn und der Gynäkologe wollte/konnte auch irgendwie nichts für mich tun. Und schwupps, nach etwas mehr als einem halben Jahr nach Absetzen der Pille landete eine Großpackung Ovulationsstreifentests in meinem Warenkorb und wenige Tage später in meinem Briefkasten.  Wie funktioniert ein Ovulationstest? Der Streifen sieht genauso aus wie ein Schwangerschaftstest und die Handhabung ist gleich. Für wenige Sekunden muss er bis zu einer Markierungslinie in Urin gehalten werden. Die chemische Reaktion, die hinterher die Farbe anzeigt, findet mit dem luteinisierenden Hormon (LH, auch Gelbkörperhormon genannt) statt. Dieses unterliegt in einem gesunden Zyklus regelmäßigen Schwankungen und hat seinen Peak (Maximalwert) wenige Tage/ Stunden vor dem Eisprung. Das heißt, wenn meine Linie absolut dunkel ist, sind die Chancen auf einen kurz bevorstehenden Eisprung maximal und ich sollte schnellstens dafür sorgen, dass …

Die 19. Woche (18+0 bis 18+6)

    Wie schon zum Ende der 18. Woche hatte ich ziemlich oft Schmerzen im Bauch. Mal links, mal rechts, mal oben, mal unten. Manchmal wird da auch irgendetwas richtig hart. Mein Bauchgefühl (haha…Wortspiel) sagt mir aber ziemlich klar, dass es sich dabei um Dehnungsprobleme von Bänder- und Muskelgewebe handelt. Die gefühlt riesige Kugel und das Zentimetermaß stimmen mir zu, dass gerade alles ganz gut und schnell wächst. Nachdem ich meine tägliche Magnesium-Dosis verdoppelt habe, wurde es etwas besser. Ich finde das mit den Schmerzen etwas schwierig, weil ich natürlich absolut keine Erfahrungen mit Wehen habe und was Ernstes nicht verpassen oder herunterspielen will. Also ein bisschen Unsicherheit ist mal wieder da, aber ich habe mich mittlerweile damit abgefunden, dass das wohl nie wieder aufhört mit den Sorgen um die Kinder. Meine Gynäkologen-Freundin bestätigte mir auch nochmal, dass sie in ihren Notdiensten immer ganz viele Frauen mit ähnlichen Problemen beruhigen muss… Meine zwei Drachenfrüchtchen und der Bauch …etwas geschummelt, weil ich zu geizig war! Apropos Freundinnen – ich kann nicht unbedingt empfehlen, als Schwangere längere …

Vorfreude: erste Inspirationen fürs Kinderzimmer

Heute möchte ich mal eine etwas leichtere Kategorie einführen. Doctors Dairy soll zwar jetzt nicht zum Lifestyle-Blog mutieren, aber ab und zu packt mich auch die Bastel-Näh-Kauf-Schönmach-Lust. Und da ich darüber bei anderen auch immer total gern stöbere und Inspirationen suche, möchte ich auch meine Ergebnisse teilen. Wer auf der Suche nach medizinischen Infos ist, kann den Post ja bitte einfach kurz überlesen :-)! Allen anderen wünsche ich nun viel Spaß mit meinen ersten Ideen fürs Kinderzimmer. Da wir ja Zwillinge, einen Jungen und ein Mädchen, erwarten, die sich ein Zimmer teilen werden, wurde mein Hirn bislang vor eine kreative Herausforderung gestellt: Nicht rosa, nicht blau, nicht zu Mädchen- oder Jungen-haft, aber so ganz neutral soll es auch nicht sein. Also ein bisschen rosa und blau darf schon sein. Denn für uns hat ein Kinderzimmer auf jeden Fall lebendig und farbenfroh zu sein. Diesen Grau- oder Schwarz-Weiß-Trend finde ich zwar auch echt schön, allerdings ist das irgendwie nicht so das, was ich mir persönlich für meine Kinder vorstelle. Ich weiß auch, dass denen das erst …

Ernährung in der Schwangerschaft Teil II: Die „Don‘ts“

Wie angekündigt, geht es heute weiter mit den „Tabu-Lebensmitteln“ einer Schwangeren, insbesondere um die Problematik diverser Keime in rohen Nahrungsbestandteilen. Zu Teil I über meine generelle Einstellung dazu, Koffein und Süßkram könnt ihr hier gelangen. Rohmilch-Produkte (aus nicht-pasteurisierter/ sterilisierte Milch) das Problem: Listerien Eine Listeriose führt bei immun-gesunden Menschen allenfalls zu grippeartigen Beschwerden, intrauterin angesteckt kann es allerdings zur Früh- oder Todgeburt kommen sowie zu diversen Organschäden. Listerien sterben beim Erhitzen glücklicherweise ab. Sie siedeln sich vor allem wohl in der Käserinde an. Deshalb sollte diese nun besser entfernt werden. Pasteurisierter Käse ist nun in der Zubereitung erhitzt worden und deshalb weitestgehend keimfrei. Aber Vorsicht bei Weichkäse wie Camembert, Brie ect.. Hier habe ich gelesen, dass er teilweise trotz Pasteurisierung weiterhin kontaminiert ist. Oft steht (in Deutschland zumindest) auf einer Käsepackung im Supermarkt die Zubereitungsweise drauf. Auf Französisch heißt das übrigens „au lait cru“. Es gibt diverse Käsesorten, die sowohl pasteurisiert und nicht-pasteurisiert hergestellt werden können. Deshalb sollen wir uns ja bei Fragen an den netten Käsehändler wenden – schlagen Google und Frauenärzte in Internetforen …

Ernährung in der Schwangerschaft Teil I: Die „Don‘ts“

Beim Frauenarzt, in allen Ratgebern, Magazinen oder auch durch den allwissenden Bekanntenkreis wird man ja ziemlich schnell mit Informationen zu diesem Thema überhäuft. Deshalb ist das ja hier jetzt eigentlich schon ein bisschen langweilig, gebe ich zu. Was mir aber immer etwas zu kurz kommt ist einmal die Frage, warum man jetzt was ganz genau nicht essen soll. Schließlich sollte sich jeder selbst ein Bild machen können, ob der Verzicht für einen selbst angemessen ist. Und ich fühlte mich nicht genau informiert genug über Details: Wo ist jetzt überhaupt alles rohes Ei drin? Wann gelten Fisch und Fleisch als genug gar? Welche Käsesorten sind zum Teufel aus Rohmilch hergestellt? Gerade in unserem Urlaub bin ich oft im Restaurant an meine Rohmilch-Grenzen gestoßen. Google wusste dazu auf die Schnelle auch nur, dass man das mit seinem Käsehändler abklären sollte. Na klasse, da würde sich der spanische Kellner ja freuen, wenn ich bei der Bestellung nach dem Käsehändler verlange… Wer die Verbote ganz eng sieht, dem kann ich übrigens fürs auswärtige Essen eine vegane Speisekarte empfehlen. Hier …

Cytomegalie in der Schwangerschaft

    In meinem Post zur 14. SSW erwähnte ich ja, dass ich mit einem doofen Virus in Kontakt gekommen bin und mich angesteckt haben könnte. Genauer gesagt litt der besagte Patient an den Folgen einer Infektion mit dem Cytomegalie-Virus (CMV). Das war allerdings am Anfang noch überhaupt nicht absehbar und auch nicht sehr wahrscheinlich. CMV gehört zu den Herpes-Viren. Typ 1 und 2 sind ja ziemlich bekannt und verbreitet (Stichwort: Lippenbläschen). Es gibt aber noch eben eine ganze Reihe weiterer „Familienangehöriger“, die bei ausgewachsenen Menschen mit gesundem Immunsystem eigentlich kein nennenswertes Problem darstellen. Wie auch Listerien, Salmonellen, Toxoplasmen und das Parvovirus B19 (Erreger der Ringelröteln) handelt es sich beim CMV aber um einen fieses Tierchen, das für eine embyronale/ fetale Fehlentwicklung verantwortlich sein kann und gegen das auch nicht geimpft werden kann (wie beispielsweise gegen Masern, Windpocken und Röteln, die ja auch während der Schwangerschaft gefährlich werden können). Hinzu kommt, dass eine Infektion der Schwangeren keine oder nur unspezifische Symptome (bisschen „Grippe“) beschert. Wenn man einmal mit Toxoplasmen oder Cytomegalieviren infiziert wurde, bleibt man …