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Autonomie Trotzphase bei Zwillingen

Leben mit Zwillingen: Die Autonomiephase

Der Mama-Alltag ist wie eine Pralinenschachtel. Manchmal ist der Tagesinhalt mehr, manchmal weniger überraschend – aber größtenteils ziemlich lecker schön. Wenn man gerade denkt „ach, jetzt ist ja wirklich alles rosig“, kommt meistens schneller eine neue Herausforderung als man drei Mal Aramsamsam singen kann: neue Zähne, eine Erkältung, Impfnachwirkungen oder bahnbrechende Fortschritte in der motorischen und geistigen Entwicklung. Aktuell bei uns: Autonomie im Doppelpack. Freud nannte es den Autonomie-Abhängigkeits-Konflikt. Die Mama von nebenan redet von der Trotzphase. Ich schmeiße jetzt mal ganz plump den Begriff Willensbildung in den Raum. Wir alle meinen das gleiche: das Kind merkt, dass es ein eigenständiger Mensch ist, der Vorlieben hat und Entscheidungen treffen kann. Und SELBA existiert und machen kann. Das ist aber erst einmal total überfordernd. Vor allem, wenn man gar nicht so genau weiß, wie man sich entscheiden soll…

Mompositivity Blogparade Zwillingsalltag

Zwillingsalltag: mit Superkräften über die eigenen Grenzen

„Na, mit Zwillingen ist das Leben aber anstrengend?!“ Die Frage der Fragen- oder ist es eher eine Feststellung? – die ich mittlerweile nicht mehr hören kann, aber trotzdem so gut wie täglich gestellt bekomme. Von Bekannten und Fremden. Von Besuch zu Hause, auf Feiern und beim Supermarkt um die Ecke. Oder einfach nur, während ich die Post aus dem Briefkasten fische und die Kinder mal eben auf Socken an mir vorbei auf die Straße flitzen. Was möchten die Leute hören? Dass den Alltag mit Zwillingen  ein Kinderspiel ist und ich eigentlich lieber noch ein, zwei Säuglinge mehr gehabt hätte? Oder dass ich jeden Abend heulend in der Ecke hänge, weil es einfach zu viel ist und mich das Mama-Burnout voll erwischt hat? Oder wollen sie eigentlich gar nichts hören, sondern sich nur an ihre eigene, anstrengende Zeit als junge Eltern erinnern?

Reisen Baby Beikost

Reisen mit Baby im Brei- & Beikostalter

Für viele Eltern ist die erste Reise mit Kind ein Abenteuer für sich. Mit Baby(s) ist so viel Alltag  und so wenig Urlaub auf der Tagesordnung. Was ist das beste Reiseziel? Wie reisen wir an? Welche Versorgungsmöglichkeit und Unterkunft wählen wir? Was muss ins Gepäck? Und nicht zuletzt: wie stelle ich sicher, dass ein Baby im Beikostalter gut versorgt ist? Viele Wege führen nach Rom. Oder eben zum gewünschten Reiseziel. So gibt es für die Babyernährung im Urlaub auch nicht DEN einen Weg. Ich konnte bislang bei zwei Flugreisen nach Südeuropa Erfahrungen mit neun Monate und dreizehn Monate alten Zwillingen sammeln und halte diese nun fest. Ich denke zur Inspiration wird es für den ein oder anderen ganz hilfreich sein. Jede Familie hat allerdings unterschiedliche Bedürfnisse und Möglichkeiten. Und ich bin mir sicher, dass auch komplett andere Urlaube für alle Spaß machen. Und wie ihr euch sicherlich denken könnt, werde ich im folgenden nicht den besten Gläschenwärmer küren, sondern sozusagen eher die DIY-Beikost-Variante vorstellen.

10 Monate Mama-Glück

Über das erste Tagesviertel – also über die Nacht – möchte ich diesmal nichts schreiben. Die verdränge ich lieber direkt mit dem Aufwachen. Aus Gründen. Der Tag beginnt gegen sieben Uhr. Ein paar Finger werden mir in die Nase gesteckt. Gleichzeitig wird Lasso mit meinen Haaren gespielt. Ich bin müde und möchte meine Augen nicht aufmachen. Der Schmerz im Gesicht zwingt mich. Apropos, so eine Nacht als Sandwich-Wurstscheibe zwischen zwei Babys zu verbringen macht ganz schön Rücken. Wie es hier so schön heißt. Mein Nacken tut weh. Und mein Kopf. Aber meine Jammerei interessiert niemanden der Anwesenden, also lass ich es. Dafür ist es auch gerade zumindest im Hellen viel zu schön! Dass die Fingernägel kratzen, liegt am Betreiber des häuslichen Nagelstudios. Der muss mal wieder dringend aufgesucht werden. Ansonsten sind es ja nur Liebkosungen, die mein Herz schmelzen lassen. Und dann erst, wenn ich mich aufrichte und sie den jeweils anderen bemerken, anstrahlen, vollplappern und tätscheln – dann wünsche ich einfach jedem ein Zwillingspärchen. Dann ist das ausgeprägte Schlafdefizit für die nächsten Stunden vergessen. …

Leben mit Zwillingen: Beschäftigung 4. bis 8. Monat

Als Fortsetzung zu dem Post mit Beschäftigungsideen für die ersten vier Monate wollte ich noch unbedingt darüber schreiben und zeigen, was in den letzten Wochen/Monaten bei meinen Zwillingen besonders angesagt war. Mittlerweile sind wir allerdings schon in der nächsten Phase, die mit dem unermesslichen Erkundungsdrang ;-), angekommen. Da sind auch schon wieder andere Sachen, vor allem Ausräumen, total angesagt… Gesundheit ist mein Beruf, Ernährung mein berufsbedingtes Hobby und Spielzeug meine kleine Leidenschaft. Für den Peter Pan in mir. Wem geht es noch so? Ich könnte den ganzen Abend damit verbringen, in virtuellen Spielzeugkatalogen schöne Dinge für meine oder andere Kinder auszusuchen. Eigentlich will ich mir durchs Verbloggen gerade mir selbst gute Laune machen. Da wäre nämlich trotz großer Müdigkeit noch ein großer Berg Wäsche zu bekämpfen… Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass weniger Spielzeug mehr ist. Ein paar vernünftige, hochwertige Teile reichen Babys. Bloß nicht zu viel Plastik oder gar Lärm. Wahrscheinlich gäbe es auch genug fesselnde Alltagsgegenstände wie Schals, Papiertüten, Schneebesen mit Glöckchen oder den Honiglöffel zu erkunden. Allerdings möchte ich dabei sein, wenn mit …

Tipps zum Reisen mit Babys

Unser kleines Abenteuer, die erste Flugreise mit zwei achtmonatigen Babys, liegt nun schon wieder einige Wochen hinter uns. Zeit Resümee zu ziehen und meine wichtigsten Erkenntnisse festzuhalten und ein paar Tipps herauszuhauen.       Urlaub mit Baby(s) ist anders. Ich denke, es ist egal, ob ein, zwei oder noch mehr Kinder dabei sind. Urlaub wird zum Alltag, an einem anderen Ort. Wir haben uns einen warmen Ort gewünscht und mussten deshalb im März vier Stunden Flugzeit in Kauf nehmen. Es ging auf die Kanaren, nach Gran Canaria. Falls Interesse besteht, würde ich bei Gelegenheit dazu noch mal ein paar Ausflugstipps und Eindrücke separat verbloggen…?! Normalerweise bestreiten wir den Alltag zu dritt, während der vierte Mann arbeiten ist. Die Zeit zu viert ist einerseits wahnsinnig wertvoll. Andererseits ist es aber auch eine Herausforderung, wenn plötzlich ein neuer Spieler ins Team kommt. Es gab einige wunderschöne Bilderbuchmomente für uns vier. Es gab aber auch Situationen, in denen mein Mann und ich uns ganz schön angezickt haben, in seiner Blitz-Elternzeit. Das will ich nicht schönreden. Wenn man …

9 Monate Mama-Glück

Drei Viertel eines ganzen Jahres bin ich nun schon Mama. Mit Leib und Seele. Von zwei großartigen Menschlein. Es ist unfassbar, was in dieser kurzen – aber doch auch irgendwie langen – Zeit aus den hilflosen Miniwesen geworden ist. Riesenbabys mit Temperament und Charakter.  Weitere einleitende Worte muss ich mir sparen. Dass der Post online geht, grenzt bei momentaner „Arbeitsbelastung“ an ein Wunder. Schade, um alle spannenden Texte und Themen, die mir noch im Kopf rumschlummern. Irgendwann ist wieder Zeit dafür…hoffentlich.   Der festgehaltene Tag ist ein ganz besonderer. Ein Alltag. Aber auch irgendwie nicht. Ein Tag zu viert. Aber mitten in der Woche. Eine Seltenheit bei uns. Ein Abenteuer. Ich bin mir sicher, dass ich später gerne noch einmal von diesem Tag lesen und mich daran zurück erinnere. Es war ein anstrengender, aber toller Tag. Und es gibt sogar ein paar passende Bilder, da die Kamera auch mit dabei war. Ich werde aus tiefem, traumlosen Schlaf wach. Neben mir, weiter unten im Reisebett, meckert es. Der Mann ist auch wach geworden und reicht mir …

8 Monate Mama-Glück

So spät war ich mit dem monatlichen Tagebucheintrag noch nie. Ups. Einerseits lag es daran, dass ich gar nicht groß dein Eindruck hatte, etwas Neues berichten zu können. Die Zeit rennt, ihr wisst es ja. Ein 2/3-Jahr sind meine kleinen großen Früchtchen nun schon alt. Andererseits entwickeln sich die Babys gerade so rasant, dass ich gar nicht dazu komme, überhaupt darüber nachzudenken in der Mittagspause meinen Laptop aufzuklappen. Die ist nämlich gerade bei akuter Tag-Schlaf-Bekämpfung selten existent. Deshalb gibt es nun einfach heute (also wenn es veröffentlicht wird, eher gestern oder vorgestern ;-)). Hoffentlich unspektakulär. Definitiv etwas chaotischer als im letzten Monat . Die Frühlingsrequisiten auf dem Monatsbild hatten es nicht leicht… Hocherfreut aber gleichzeitig erschrocken habe ich festgestellt, dass ich einige Kommentare von meinen lieben Lesern übersehen, weder freigeschaltet noch beantwortet hatte. Das tut mir wirklich sehr Leid. Unter anderem wurde ich gefragt, wie oft wir noch stillen. Darauf werde ich dann hier im Verlauf mal genauer eingehen. (Ich hoffe, die Fragestellerin liest mit. Leider war der Kommentar nämlich anonym…) ___________________________ Neben mir schnauft …

7 Monate Mama-Glück

Sieben. Monate. Sie sind schon fast Kleinkinder! Gedanklich plane ich die erste Geburtstagssause. Und verdränge die Gedanken wieder, um nicht komplett sentimental zu werden. Ich wollte nie zu diesen Eltern gehören, die ständig über die verfliegende Zeit philosophieren. Tue es nun aber doch. Es ist der Wahnsinn. Gefühlt bringt jeder Tag einen Entwicklungsfortschritt. Oder andere Abenteuer und Herausforderungen. Deswegen bin ich auch mal wieder etwas spät dran. Für den Tagebuch-Eintrag habe ich mir mal einen Wochentag rausgepickt, der gar nicht allzu häufig vorkommt. Nämlich einen Tag, den wir komplett unspektakulär zu dritt verbracht haben. Neulich gestand mir eine Schwangere, sie mache sich Sorgen um die soziale Isolation in der Elternzeit. Wie seht ihr das? Ich habe bislang absolut nicht das Gefühl, allein zu sein. Eher das Gegenteil ist der Fall. Es wird immer schwieriger mit meinen Foto-Models. Die Nächte funktionieren bei uns nach dem Pralinenschachtel-Prinzip. Die heutige ist eher die bittere Schnapspraline. Das eine Früchtchen ist im Beistellbett neben ihrem Bruder zu einsam und verlangt alle zwei bis drei Stunden Nähe im Elternbett. Ob Stillen …

6 Monate Mama-Glück

Bedingt durch die Feiertage bin ich spät dran. Deshalb auch noch schnell vorweg: ein frohes, gesegnetes Jahr 2017, meine lieben LeserInnen!  Ich kann es kaum glauben, dass ich schon ein ganzes halbes Jahr Mama sein soll. Mama der zwei für mich bezauberndsten Kinder. Die Baby-Halbzeit soll wirklich schon herum sein? Mir kommt es so vor, als wäre gerade erst Sommer gewesen und die beiden noch in meinem Bauch. Und plötzlich merke ich, dass von den hilflosen Neugeborenen nicht mehr viel übrig ist. Sie sind schon so selbstständig irgendwie. 😉 Und groß. Ich denke, ich muss nicht mehr dazu sagen. Alle Mamas werden wissen, was ich meine. Und alle anderen werden mich sowieso nur belächeln. Der Wandel führt auch dazu, dass die Grundbedürfnisse nicht mehr ganz so stark an erster Stelle stehen. Wir haben immer mehr Zeit zusammen richtig Spaß zu haben. Oder, wenn wir zu viert sind, etwas zu unternehmen. Das ist so schön! Ich bin trotz aller Müdigkeit und am Rand-der-Kräfte-Sein so glücklich, dieses doppelte Wunder zu erleben. Danke Universum. Danke Medizin. Im monatlichen …