Alle Artikel in: Tagebuch

10 Monate Mama-Glück

Über das erste Tagesviertel – also über die Nacht – möchte ich diesmal nichts schreiben. Die verdränge ich lieber direkt mit dem Aufwachen. Aus Gründen. Der Tag beginnt gegen sieben Uhr. Ein paar Finger werden mir in die Nase gesteckt. Gleichzeitig wird Lasso mit meinen Haaren gespielt. Ich bin müde und möchte meine Augen nicht aufmachen. Der Schmerz im Gesicht zwingt mich. Apropos, so eine Nacht als Sandwich-Wurstscheibe zwischen zwei Babys zu verbringen macht ganz schön Rücken. Wie es hier so schön heißt. Mein Nacken tut weh. Und mein Kopf. Aber meine Jammerei interessiert niemanden der Anwesenden, also lass ich es. Dafür ist es auch gerade zumindest im Hellen viel zu schön! Dass die Fingernägel kratzen, liegt am Betreiber des häuslichen Nagelstudios. Der muss mal wieder dringend aufgesucht werden. Ansonsten sind es ja nur Liebkosungen, die mein Herz schmelzen lassen. Und dann erst, wenn ich mich aufrichte und sie den jeweils anderen bemerken, anstrahlen, vollplappern und tätscheln – dann wünsche ich einfach jedem ein Zwillingspärchen. Dann ist das ausgeprägte Schlafdefizit für die nächsten Stunden vergessen. …

9 Monate Mama-Glück

Drei Viertel eines ganzen Jahres bin ich nun schon Mama. Mit Leib und Seele. Von zwei großartigen Menschlein. Es ist unfassbar, was in dieser kurzen – aber doch auch irgendwie langen – Zeit aus den hilflosen Miniwesen geworden ist. Riesenbabys mit Temperament und Charakter.  Weitere einleitende Worte muss ich mir sparen. Dass der Post online geht, grenzt bei momentaner „Arbeitsbelastung“ an ein Wunder. Schade, um alle spannenden Texte und Themen, die mir noch im Kopf rumschlummern. Irgendwann ist wieder Zeit dafür…hoffentlich.   Der festgehaltene Tag ist ein ganz besonderer. Ein Alltag. Aber auch irgendwie nicht. Ein Tag zu viert. Aber mitten in der Woche. Eine Seltenheit bei uns. Ein Abenteuer. Ich bin mir sicher, dass ich später gerne noch einmal von diesem Tag lesen und mich daran zurück erinnere. Es war ein anstrengender, aber toller Tag. Und es gibt sogar ein paar passende Bilder, da die Kamera auch mit dabei war. Ich werde aus tiefem, traumlosen Schlaf wach. Neben mir, weiter unten im Reisebett, meckert es. Der Mann ist auch wach geworden und reicht mir …

8 Monate Mama-Glück

So spät war ich mit dem monatlichen Tagebucheintrag noch nie. Ups. Einerseits lag es daran, dass ich gar nicht groß dein Eindruck hatte, etwas Neues berichten zu können. Die Zeit rennt, ihr wisst es ja. Ein 2/3-Jahr sind meine kleinen großen Früchtchen nun schon alt. Andererseits entwickeln sich die Babys gerade so rasant, dass ich gar nicht dazu komme, überhaupt darüber nachzudenken in der Mittagspause meinen Laptop aufzuklappen. Die ist nämlich gerade bei akuter Tag-Schlaf-Bekämpfung selten existent. Deshalb gibt es nun einfach heute (also wenn es veröffentlicht wird, eher gestern oder vorgestern ;-)). Hoffentlich unspektakulär. Definitiv etwas chaotischer als im letzten Monat . Die Frühlingsrequisiten auf dem Monatsbild hatten es nicht leicht… Hocherfreut aber gleichzeitig erschrocken habe ich festgestellt, dass ich einige Kommentare von meinen lieben Lesern übersehen, weder freigeschaltet noch beantwortet hatte. Das tut mir wirklich sehr Leid. Unter anderem wurde ich gefragt, wie oft wir noch stillen. Darauf werde ich dann hier im Verlauf mal genauer eingehen. (Ich hoffe, die Fragestellerin liest mit. Leider war der Kommentar nämlich anonym…) ___________________________ Neben mir schnauft …

7 Monate Mama-Glück

Sieben. Monate. Sie sind schon fast Kleinkinder! Gedanklich plane ich die erste Geburtstagssause. Und verdränge die Gedanken wieder, um nicht komplett sentimental zu werden. Ich wollte nie zu diesen Eltern gehören, die ständig über die verfliegende Zeit philosophieren. Tue es nun aber doch. Es ist der Wahnsinn. Gefühlt bringt jeder Tag einen Entwicklungsfortschritt. Oder andere Abenteuer und Herausforderungen. Deswegen bin ich auch mal wieder etwas spät dran. Für den Tagebuch-Eintrag habe ich mir mal einen Wochentag rausgepickt, der gar nicht allzu häufig vorkommt. Nämlich einen Tag, den wir komplett unspektakulär zu dritt verbracht haben. Neulich gestand mir eine Schwangere, sie mache sich Sorgen um die soziale Isolation in der Elternzeit. Wie seht ihr das? Ich habe bislang absolut nicht das Gefühl, allein zu sein. Eher das Gegenteil ist der Fall. Es wird immer schwieriger mit meinen Foto-Models. Die Nächte funktionieren bei uns nach dem Pralinenschachtel-Prinzip. Die heutige ist eher die bittere Schnapspraline. Das eine Früchtchen ist im Beistellbett neben ihrem Bruder zu einsam und verlangt alle zwei bis drei Stunden Nähe im Elternbett. Ob Stillen …

6 Monate Mama-Glück

Bedingt durch die Feiertage bin ich spät dran. Deshalb auch noch schnell vorweg: ein frohes, gesegnetes Jahr 2017, meine lieben LeserInnen!  Ich kann es kaum glauben, dass ich schon ein ganzes halbes Jahr Mama sein soll. Mama der zwei für mich bezauberndsten Kinder. Die Baby-Halbzeit soll wirklich schon herum sein? Mir kommt es so vor, als wäre gerade erst Sommer gewesen und die beiden noch in meinem Bauch. Und plötzlich merke ich, dass von den hilflosen Neugeborenen nicht mehr viel übrig ist. Sie sind schon so selbstständig irgendwie. 😉 Und groß. Ich denke, ich muss nicht mehr dazu sagen. Alle Mamas werden wissen, was ich meine. Und alle anderen werden mich sowieso nur belächeln. Der Wandel führt auch dazu, dass die Grundbedürfnisse nicht mehr ganz so stark an erster Stelle stehen. Wir haben immer mehr Zeit zusammen richtig Spaß zu haben. Oder, wenn wir zu viert sind, etwas zu unternehmen. Das ist so schön! Ich bin trotz aller Müdigkeit und am Rand-der-Kräfte-Sein so glücklich, dieses doppelte Wunder zu erleben. Danke Universum. Danke Medizin. Im monatlichen …

Alltag mit 5 Monate alten Zwillingen

Fünf Monate Mama-Glück

Meine Babys werden heute nicht nur unglaubliche fünf Monate alt. Nein, heute voreinem Jahr war ein ganz besonderer Tag. Seit genau einem ganzen Jahr sind wir nun quasi schon zusammen. Zu dritt. Auf Schritt und Tritt. Außer ein paar Stündchen, in denen Papa der Hauptbetüddler ist. Und natürlich die Zeit im Krankenhaus. Wir sind eine gute Symbiose geworden. So würde ich es mal nennen.

Vier Monate Mama-Glück

Routine – ist das Schlagwort mit dem sich der vergangene Monat wohl am besten beschreiben lässt. Routine, man könnte es auch überspitzt als Langeweile bezeichnen, führt bei uns zu zwei halbwegs entspannten Kindern (die eine mehr, der andere weniger) und einer Mutter, die den Kopf behält. Und die weiterhin genügend Kraft hat, sich den beiden Vampiren zu stellen. Wie es im nächsten Monat stilltechnisch weitergeht, weiß ich noch nicht. Mein großes Etappenziel habe ich erreicht. Nun kann gerne noch ein bisschen Kür kommen. Wie sieht also unser streng getakteter Alltag momentan aus? Die Aufzeichnung ist vom vergangenen Freitag… Um drei Uhr meldet sich die Tochter mit Bärenhunger. Der Sohn wird weiterhin mitgeweckt. Nach den Windeln gibt es den Nacht-Snack. Anschließend wollen wir alle vier wieder schlafen. In zwei Fällen gelingt es auch problemlos. Allerdings nicht bei meinem Mann und mir. Seit einigen Tagen finden wir nach der Versorgung nicht mehr in den Schlaf zurück. Wir drehen uns hin und her, bis dann der Wecker vom Mann um fünf Uhr klingelt. Er begibt sich trotz gut …

Geschichten vom Kinderkriegen: DIE Geburt

Ich muss gestehen: Ich bin aktuell kein großer Fan von Geburtsberichten. Vor der Schwangerschaft habe ich sie regelrecht verschlungen. In der Schwangerschaft hat mich das Lesen eher nervös gemacht. Und nun – macht es mich ein bisschen wehmütig. Trotzdem habe ich natürlich viele Geburtsgeschichte voller Spannung und Empathie verfolgt. Einfach, weil mir einige Frauen hier im Internet sehr ans Herz gewachsen sind. Aber ich würde nun nicht mehr danach googlen, wenn ihr versteht was ich meine… Deshalb war ich mir auch nicht sicher, ob überhaupt jemand von meiner Geburt lesen möchte?! War das überhaupt eine Geburt oder eher eine Operation? Ist es nicht trotzdem zu persönlich? Mittlerweile ist es schon fast vier Monate her und ich möchte doch hier festhalten, wie die Früchtchen auf die Welt kamen. Denn es war sehr wohl eine schöne Geburt. Für mich und meinen Mann. Ein paar Gegebenheiten möchte ich einfach festhalten, damit wir sie nicht vergessen. Und das große Stilldrama ist endlich in Arbeit. Und das kann man wohl hiermit besser verstehen… Also nun geht’s los – der Bericht …

3 Monate Mama-Glück

Schon ein viertel Jahr sind meine kleinen Früchtchen alt. Sie sind auch gar nicht mehr richtig winzig. Erste Sachen mussten aussortiert werden. Es wird ehrgeizig an den motorischen Skills gefeilt und wir können schon richtige Unterhaltungen führen. Zwar noch nicht auf Mandarin, aber immerhin in Baby-Slang. Eigentlich wollte ich einen entspannten Wochenendtag zu Viert mit mehr Action festhalten. Leider war der letzte Samstag dann ein bisschen anders als sonst. Ohne Besuch, Zeit für mich oder für eine schöne Unternehmung. Er war dann ziemlich eintönig. Aber so ist es nun einmal im Alltag mit Baby(s).   Pünktlich zum Vierteljahres-Geburtstag bereiten uns die Früchtchen ein Geschenk. Gleich zwei Milostone-Cards dürfen ausgepackt werden… nur Frucht 2 fehlt. War beim Shooting zu grumpy. Ich wache um zwei Uhr auf. Beide Früchtchen sind etwas unruhig. Ich stelle die Bachlauf-App aus und wecke den Mann. Wickelmeister und Milchfrau gehen also schnell routiniert ihren Aufgaben nach bei gedämpftem Licht der Lichterkette. Ich bin sehr angespannt. Die letzte Stillmahlzeit verlief so desaströs, dass die folgende durch Flaschen ersetzt wurde. Leer war ich, nach …

2 Monate Mama-Glück

Alle Mamas betonen ja immer gerne: wenn sie erstmal da sind, rast die Zeit. Endlich weiß ich was sie damit eigentlich meinen. Das Zeitgefühl ist mir generell abhandengekommen. Ich lebe immer noch im Juli, obwohl auch der August schon vorbei ist. Wochentage werden generell überbewertet und die Uhrzeit sowieso von den zwei kleinen Früchtchen angesagt. Die unterscheiden zwischen Hunger Uhr (überwiegt), Müde Uhr und Langeweile Uhr. Es gibt Tage, da bin ich am Limit, manchmal darüber hinaus. Mit Tränen und allem Drum und Dran. Es fehlen Nerven, Kraft und Arme. Trotzdem – so und nicht anders! Auch wenn der 24-Stunden Dienst in der Notaufnahme teilweise Zuckerschlecken im Gegensatz zu meinem jetzigen Alltag war, möchte ich gegen nichts auf der Welt tauschen. Heute wird also mal wieder der Alltag dokumentiert. Damit ich mich später noch dran erinnern kann, wie es mal war. Damit die Früchtchen erfahren, wie es mal war. Mir wurde nämlich gesagt, dass die harte Anfangszeit ziemlich schnell verblasst.   Momentan effektivste Doppel-Einschlafbegleitung, zum ersten Mal mit tollen Kinderwagenketten. Die habe ich nämlich aus …