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Vorfreude: Umstandskleidung / -Jeans


Mittlerweile ist rechnerisch Halbzeit und so langsam aber sicher kann ich 75% meines Kleiderschrank-Inhalts für die nächsten paar Monate einmotten.
Oberteile sind zu kurz, rutschen hoch oder sehen aus anderen Gründen doof aus. Aber auch Kleidungsstücken wie Schlafanzughose oder Slip passen überraschenderweise gar nicht mehr. Umstands-Jeans habe ich jetzt mittlerweile schon seit Januar auf Herz und Nieren testen können und möchte deshalb meine Erfahrungen festhalten.
Am Anfang stand ich da etwas auf dem Schlauch und habe mich zum Kauf mental überhaupt noch nicht bereit gefühlt (Sollte ICH wirklich diejenige sein, deren Bauch wächst? Geht da auch nichts mehr schief?) und habe auch nach Erfahungsberichten gesucht, wann der richtige Zeitpunkt ist und was ich zu beachten habe. 

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Kauf?
In den Ratgebern steht, man soll solange wie möglich seine alten Klamotten tragen, weil einem die Umstandsmode irgendwann auf die Nerven geht – gerade in den Wochen nach der Schwangerschaft. Ein bewährter Tipp ist immer, den Hosenknopf durch ein Haargummi zu verlängern. Für mich war das irgendwie nichts. Schon mit der leichten Überstimulation habe ich mich in meinen (Skinny)-Jeans unwohl gefühlt und im Winter (war ja nicht so kalt) nur noch Stoffhosen oder Kleider getragen. Dann wurden die Symptome milder und die Jeans prinzipiell wieder möglich, auf der Arbeit musste ich dann ziemlich schnell das Haargummi einsetzen… und es hat genervt. Gerade die gefühlt stündlichen Toilettengänge waren durch das Gefummel nicht unbedingt angenehmer und ziemlich schnell war das Gummi ausgeleihert und die Hose rutschte.
Wahrscheinlich sind die körperlichen Veränderungen auch wieder sehr individuell, hängen vom allgemeinen Körperbau und dem Ausgangsgewicht ab. Ich hatte das Gefühl, dass bei mir sehr schnell das Becken etwas lockerer und breiter geworden war.
Schließlich fing ich an in Online-Shops um Umstands-Jeans zu schleichen. Aber so richtig wohl fühlte ich mich dort nicht. Ist das nicht noch zu früh? Was mache ich mit den Hosen, wenn noch was schief geht? Mein Mann „befahl“ mir dann in der 9. SSW, eine Bestellung zu tätigen. Schließlich könne ich die Hose einfach ganz tief in meinem Schrank verstecken, wenn ich sie dann doch nicht bräuchte – irgendwann werde ich sie brauchen!
In der 10. SSW hatte ich sie dann zum ersten Mal an – und es war himmlisch. 😉

Wie finde ich die richtige Größe?
Es gibt da natürlich die Old-School-Variante: gehe in ein Geschäft (H&M, Babywalz, C&A) und probiere dich durch das Sortiment. Vielleicht gibt es ja sogar im Freundeskreis ähnlich gebaute Frauen, die ihre gerade verleihen könnten? Variante zwei war die von mir vorgezogene – eine Online-Bestellung. Erstens fühlte ich mich noch nicht bereit für die öffentliche Umstandsmoden-Abteilung, zweitens war das Angebot größer und drittens konnte ich ja nicht vorhersehen, ob das was nun passte tatsächlich auch in ein paar Wochen/ Monaten noch passen wird. Es wurde in den Shops immer empfohlen, die normale Größe, die man sonst auch getragen hat, zu bestellen und an vielen Stellen hieß es, dass so die Kleidung die komplette Schwangerschaft über passen würde.
Ich orderte letztendlich eher großzügig (trage sonst 34 oder 36, entschied mich für 36), die Hose sitzt jetzt auch etwas lockerer und ist damit sehr bequem, wenn auch nicht super stylisch.
Die zweite Jeans wurde in der 15. SSW im Urlaub bei begrenzter Auswahl notfallmäßig geshoppt, damit ich auch eine Ersatzhose besitze. Es ist nämlich schon doof, wenn sich die andere gerade in der Waschmaschine dreht oder durchnässt und lehmig vom Spaziergang im Regen ist und einfach nichts anderes mehr passen will. Da es das schönste Modell nur noch in Größe 34 gab und es passte, ist es dann diese Größe geworden. Sie ist zwar enger und etwas unbequemer, sieht dafür aber schicker aus. 
Bildquellen Hier und Hier
Wie finde ich die richtige Passform?
Es gibt grob zwei (drei) Stil-Richtungen: Die Hosen mit hohem Bauchbund und die Hosen mit Gummi/Jersey-Unterbauchbund oder nur einzelnen Gummi-Elementen.
Ich besitze jetzt seit einigen Monaten beide Passformen und sehe in beiden Varianten Vor- und Nachteile. Der Unterbauchbund ist für mich persönlich viel bequemer und man sieht bei engen Oberteilen auch nicht den Bund durch. Dafür rutscht die Hose allerdings auch etwas und sitzt damit nicht ganz so gut. Ich hatte außerdem gelesen, dass das Gummi mit der Zeit ausleiert und sich verschieben kann. Nach einigen wenigen Waschgängen ist bei mir allerdings noch alles an Ort und Stelle.
Der hohe Bauchbund hält alles gut in Form und es rutscht nichts, somit sieht sie einfach schicker aus. Er betont den Bauch, egal was man drüber zieht. Mir tut der Bund allerdings ab und zu etwas weh, ich habe am Abend öfters eine Druckstelle und ich habe das Gefühl, dass ich wenn ich die Hose anhabe noch öfter als oft zur Toilette muss – wie übrigens beim Autofahren auch.
In Kombination bin ich mit beiden Jeans sehr zufrieden und nutze sie je nach Gelegenheit. Preislich liegt die Unterbauchbund-Hose im mittleren Segment, die andere im niedrigen. Qualitätsunterschiede konnte ich aber nicht feststellen. 
Da es ja nun auch langsam mal wärmer werden sollte und ich mir noch ein paar kurze Röcke/Hosen/Kleider anschaffen würde bzw. auch keine Arbeitsgarderobe brauche, denke ich, dass ich mit den zwei Modellen gut hinkommen werde.
Natürlich gibt es von jedem Stil noch etliche Variationen – Skinny, Jeggings, Straight, Bootcut – das hängt dann von den persönlichen Vorlieben ab.
Was brauche ich noch außer Hosen?
Das variiert natürlich stark von Modeaffinität, Vorlieben, Körperbau und Kleiderschrankinhalt, deshalb kann ich da auch nur von meinen persönlichen Erlebnissen berichten und keine Empfehlungen abgeben.
Momentan wächst mein Bauch um die Halbzeit rasant (bei zwei 350 g Menschlein). Überraschenderweise kann ich immer noch meine normalen BHs tragen, stattdessen musste ich mir aber äußerst attraktive Walross-Unterhosen zulegen. Es gibt extra Umstands-Slips, allerdings tun es wohl auch einfach größere Größen und bequeme Schnitte. Außerdem wurde ich davon überrascht, dass auch diverse Gummis meiner Schlaf-/ Sporthosen keine Kapazitäten mehr haben und drücken. Ob ich mir da was zulege oder auf den Kleiderschrank meines Mannes zurückgreife, muss ich mir noch überlegen. Ansonsten habe ich mir ein paar Basic-Shirts sowohl in größerer Größe aus der normalen als auch aus der Umstandsabteilung gegönnt, die ich nun wild mit Jäckchen kombiniere. Außerdem habe ich mir noch ein weites (nicht Umstands-) Jersey-Kleid gekauft, das auch noch relativ lange passen sollte. Ansonsten kann ich auch noch ein paar wenige alte Oberteile tragen, muss aber jetzt aufpassen, dass ich nichts ausweite/ kaputtmache was ich auch noch nach der Schwangerschaft tragen möchte.
Ausblick
Etwas Kopfzerbrechen bereiten mir zwei sehr wichtige Hochzeitsfeiern, auf die wir im Sommer eingeladen sind. Theoretisch wäre ich da in der 36. Und 37. SSW. Natürlich weiß ich nicht, wie die Zwillinge dazu stehen: kann/darf ich mich überhaupt noch auf eine Feier bewegen? Sind die beiden schon auf der Welt? Oder bin ich der Walross-Star der Abende?
Mögliche Szenarien wären also: A) Ich brauche kein Kleid, weil ich gerade im Kreissaal/ auf der Couch/ Frühchen-Station bin. B) Ich brauche ein Kleid, in das ein Pottwal passt. C) Ich brauche ein Kleid, in das ein Bauch nach der Entbindung passt. Ein Spontankauf zum Sommerende scheint mir in diesen Situation auch nicht gerade nervenschonend. Ich werde also mal sehen, was sich so finden lässt und berichten. Falls jemand sich schon mal mit ähnlichen „Problemchen“ rumgeschlagen hat, kann er mir gerne berichten!
Einen schönen Wochenstart!

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