Alle Artikel mit dem Schlagwort: Geschichten vom Kinderkriegen

Geschichten vom Kinderkriegen: DIE Geburt

Ich muss gestehen: Ich bin aktuell kein großer Fan von Geburtsberichten. Vor der Schwangerschaft habe ich sie regelrecht verschlungen. In der Schwangerschaft hat mich das Lesen eher nervös gemacht. Und nun – macht es mich ein bisschen wehmütig. Trotzdem habe ich natürlich viele Geburtsgeschichte voller Spannung und Empathie verfolgt. Einfach, weil mir einige Frauen hier im Internet sehr ans Herz gewachsen sind. Aber ich würde nun nicht mehr danach googlen, wenn ihr versteht was ich meine… Deshalb war ich mir auch nicht sicher, ob überhaupt jemand von meiner Geburt lesen möchte?! War das überhaupt eine Geburt oder eher eine Operation? Ist es nicht trotzdem zu persönlich? Mittlerweile ist es schon fast vier Monate her und ich möchte doch hier festhalten, wie die Früchtchen auf die Welt kamen. Denn es war sehr wohl eine schöne Geburt. Für mich und meinen Mann. Ein paar Gegebenheiten möchte ich einfach festhalten, damit wir sie nicht vergessen. Und das große Stilldrama ist endlich in Arbeit. Und das kann man wohl hiermit besser verstehen… Also nun geht’s los – der Bericht …

Geschichten vom Kinderkriegen III: die eindrucksvollste Geburt

Da ich mir ja in der vergangenen Woche schon erste Gedanken zur Geburt gemacht habe, muss ich euch langsam wirklich mal weiter von „meinen“ bisherigen Geburtserfahrungen berichten. Ehrlich gesagt waren das ausbildungsbedingt ganz schön viele und manchmal auch ganz schön kurze Geburten, sodass ich mich an manche Details kaum noch erinnern kann. An eine Situation kann ich mich allerdings noch so gut erinnern, als wäre es erst letzte Woche gewesen. Das war wirklich die eindrucksvollste, schönste Geburt, die ich bislang miterleben durfte. Und zwar war es quasi eine afrikanische Dorfgeburt, obwohl ich noch nie auf diesem aufregenden Kontinent unterwegs war. Es ist nicht selbstverständlich, dass man als Medizinstudent bei Geburten dabei ist. Viele meiner Freunde und Freundinnen haben maximal bei einem Kaiserschnitt assistiert. Ich bin sehr glücklich, dass ich die Erfahrung mehrmals machen durfte und die betroffenen Frauen mich in dieser intimen Situation dabei haben wollten. Hier lernte ich nicht für den Beruf, sondern wirklich fürs Leben. Die Geschichte spielt in einem fernen, kleinen Land in Vorderasien. Ich habe ein Praktikum gemacht. Eigentlich wird in diesem …

Geschichten vom Kinderkriegen II: Meine erste Geburt

    Als ich neulich in meinem Hebammenbuch in dem Kapitel über Geburtsabläufe stöberte, fiel mir auch wieder meine „erste Geburt“ ein. Das war, obwohl ich natürlich sehr unbeteiligt war, ein total emotionaler Moment für mich. Es spielte sich alles ganz unspektakulär in heimischen Gefilden ab. Im nahöstlichen Land, in dem ja die erste Geschichte vom Kinderkriegen spielte, habe ich auch noch ganz viele tolle Momente im Kreissaal erfahren dürfen. Aber halt nicht das richtige „erste Mal“. Ich sehe es als großes Privileg an, dass ich nicht ganz unvorbereitet im Sommer in meine eigene Geburt gehen muss. Allerdings bin ich sehr gespannt, inwieweit ich davon überhaupt profitieren werde. Eher bin ich bestimmt die schlimmste Patientin schlechthin. Es ereignete sich vor einigen Jahren, als ich noch ziemlich grün hinter den Ohren war. Zum ersten Mal ein bisschen Alltag schnuppern hieß es da in meinen Semesterferien. Ich verbrachte die Zeit mit den Narkoseärzten im OP und lernte vorwiegend Leute zu stechen und mit Schläuchen in jeglichen Körperöffnungen zu versorgen. Eines Tages sollte ich mit in den Kreissaal …

Geschichten vom Kinderkriegen I: meine erste künstliche Befruchtung

Ich habe vor einigen Jahren ein mehrwöchiges Praktikum in einer ganz besonderen gynäkologischen Abteilung absolviert und dort wirklich viel gelernt und gesehen. Einige Geschichten, die ich dort erlebt habe, sind richtig rührend, die ein oder andere aber auch eher ernst. Die Geschichten spielen in einem nahöstlichen Land, über das man viel in den Medien lesen kann, aber wenn man einmal da ist, doch alles irgendwie ganz anders ist als es in den Nachrichten dargestellt wird. Zumindest am Schauplatz der Geschichte leben und arbeiten Menschen verschiedener Religionen und Kulturen miteinander. Ein großer Teil diese Menschen haben trotz des unterschiedlichen Glaubens gemeinsam, dass sie gegenüber dem Kinderkriegen sehr „konservativ“ eingestellt sind. Die Geburtenrate in dem besagten Krankenhaus lag beispielsweise in Hochzeiten (Sommermonate) bei 500 Geburten im Monat. In Deutschland dokumentieren im Vergleich manche kleineren Geburtskliniken nur 500 Geburten im Jahr! Demnach gab es für mich wirklich viel zu lernen und zu sehen.   Aber zurück zu meinen ersten künstlichen Befruchtungen. Ich hospitierte einen Tag in der IVF-Abteilung. Man erklärte mir, dass es ein nationales Gesetz gäbe, das …