Alle Artikel mit dem Schlagwort: Geschichten vom Kinderkriegen

Beckenendlage aeussere Wendung Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht: äußere Wendung bei Beckenendlage

Ich bin in den Genuss einer sehr unspektakulären Schwangerschaft gekommen. Die große Bandbreite an Begleiterscheinungen habe ich zwar alle mitgenommen, aber für den Frauenarzt war ich wohl eine ziemlich langweilige Patientin. Das ist nach einer komplikationsreicheren Zwillingsschwangerschaft wunderbar erleichternd und genau richtig so! Ich bin sehr dankbar. Ein paar Nerven hat mich allerdings in den letzten Wochen gekostet, dass das Baby dermaßen aktiv war und sich bis weit ins dritte Trimester ständig drehte. Platz genug war ja in der ehemaligen, vorgedehnten Zwillingshöhle. Als dann auch mein Gynäkologe langsam unruhig wurde, passierte einige Wochen gar nichts mehr. Das Baby saß im Becken. Der Kopf rumste ständig in meinem Magen. Juchu. Beckenendlage wurde im Mutterpass notiert. Eine ganze Zeit lang haderte ich mit meinen Optionen: auf die spontane Drehung im Verlauf spekulieren – Spontangeburt aus Beckenendlage – ein weiterer primärer Kaiserschnitt – oder aber den Versuch einer äußeren Wendung?! Ich habe mich nach reiflichem Überlegen für letzteres entschieden und es definitiv nicht bereut.

Geburtsbericht Zwillinge geplante Fruehgeburt

Geschichten vom Kinderkriegen: DIE Geburt

Ich muss gestehen: Ich bin kein großer Fan von Geburtsberichten. Vor der Schwangerschaft habe ich sie regelrecht verschlungen. In der Schwangerschaft hat mich das Lesen eher nervös gemacht. Und nun – macht es mich immer ein bisschen wehmütig und in mir kommt das Gefühl auf, etwas elementares verpasst zu haben. Vorgeburtliche Wehen, platzende Fruchtblase oder überhaupt den Kreissaal – habe ich nie erlebt. War meine Geburt überhaupt eine Geburt oder eher eine Operation? Ist das Erlebnis nicht trotzdem es ausschließlich im sterilen Operationssaal stattfand zu persönlich? Mittlerweile ist es schon eine ganze Weile her und ich möchte doch hier festhalten, wie die Zwillinge auf die Welt kamen. Denn es war sehr wohl eine schöne Geburt. Für mich und meinen Mann. Ein paar Gegebenheiten möchte ich einfach aufschreiben, damit wir sie nicht vergessen. Und das große Stilldrama kann man hiermit einfach besser verstehen… Also nun geht’s los – der Bericht über eine operative, geplante Frühgeburt von Zwillingen.

Geschichten vom Kinderkriegen III: die eindrucksvollste Geburt

Da ich mir ja in der vergangenen Woche schon erste Gedanken zur Geburt gemacht habe, muss ich euch langsam wirklich mal weiter von „meinen“ bisherigen Geburtserfahrungen berichten. Ehrlich gesagt waren das ausbildungsbedingt ganz schön viele und manchmal auch ganz schön kurze Geburten, sodass ich mich an manche Details kaum noch erinnern kann. An eine Situation kann ich mich allerdings noch so gut erinnern, als wäre es erst letzte Woche gewesen. Das war wirklich die eindrucksvollste, schönste Geburt, die ich bislang miterleben durfte. Und zwar war es quasi eine afrikanische Dorfgeburt, obwohl ich noch nie auf diesem aufregenden Kontinent unterwegs war. Es ist nicht selbstverständlich, dass man als Medizinstudent bei Geburten dabei ist. Viele meiner Freunde und Freundinnen haben maximal bei einem Kaiserschnitt assistiert. Ich bin sehr glücklich, dass ich die Erfahrung mehrmals machen durfte und die betroffenen Frauen mich in dieser intimen Situation dabei haben wollten. Hier lernte ich nicht für den Beruf, sondern wirklich fürs Leben. Die Geschichte spielt in einem fernen, kleinen Land in Vorderasien. Ich habe ein Praktikum gemacht. Eigentlich wird in diesem …

Geschichten vom Kinderkriegen II: Meine erste Geburt

    Als ich neulich in meinem Hebammenbuch in dem Kapitel über Geburtsabläufe stöberte, fiel mir auch wieder meine „erste Geburt“ ein. Das war, obwohl ich natürlich sehr unbeteiligt war, ein total emotionaler Moment für mich. Es spielte sich alles ganz unspektakulär in heimischen Gefilden ab. Im nahöstlichen Land, in dem ja die erste Geschichte vom Kinderkriegen spielte, habe ich auch noch ganz viele tolle Momente im Kreissaal erfahren dürfen. Aber halt nicht das richtige „erste Mal“. Ich sehe es als großes Privileg an, dass ich nicht ganz unvorbereitet im Sommer in meine eigene Geburt gehen muss. Allerdings bin ich sehr gespannt, inwieweit ich davon überhaupt profitieren werde. Eher bin ich bestimmt die schlimmste Patientin schlechthin. Es ereignete sich vor einigen Jahren, als ich noch ziemlich grün hinter den Ohren war. Zum ersten Mal ein bisschen Alltag schnuppern hieß es da in meinen Semesterferien. Ich verbrachte die Zeit mit den Narkoseärzten im OP und lernte vorwiegend Leute zu stechen und mit Schläuchen in jeglichen Körperöffnungen zu versorgen. Eines Tages sollte ich mit in den Kreissaal …

Geschichten vom Kinderkriegen I: meine erste künstliche Befruchtung

Ich habe vor einigen Jahren ein mehrwöchiges Praktikum in einer ganz besonderen gynäkologischen Abteilung absolviert und dort wirklich viel gelernt und gesehen. Einige Geschichten, die ich dort erlebt habe, sind richtig rührend, die ein oder andere aber auch eher ernst. Die Geschichten spielen in einem nahöstlichen Land, über das man viel in den Medien lesen kann, aber wenn man einmal da ist, doch alles irgendwie ganz anders ist als es in den Nachrichten dargestellt wird. Zumindest am Schauplatz der Geschichte leben und arbeiten Menschen verschiedener Religionen und Kulturen miteinander. Ein großer Teil diese Menschen haben trotz des unterschiedlichen Glaubens gemeinsam, dass sie gegenüber dem Kinderkriegen sehr „konservativ“ eingestellt sind. Die Geburtenrate in dem besagten Krankenhaus lag beispielsweise in Hochzeiten (Sommermonate) bei 500 Geburten im Monat. In Deutschland dokumentieren im Vergleich manche kleineren Geburtskliniken nur 500 Geburten im Jahr! Demnach gab es für mich wirklich viel zu lernen und zu sehen.   Aber zurück zu meinen ersten künstlichen Befruchtungen. Ich hospitierte einen Tag in der IVF-Abteilung. Man erklärte mir, dass es ein nationales Gesetz gäbe, das …